LangenpreisingHundstage für die Rettungskräfte

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Ein Archivbild des Isarkanals bei geringem Wasserstand zeigt, warum Mensch und Tier dort an manchen Stellen leicht hineinrutschen und nur schwer oder gar nicht wieder herauskommen können. Sind die Betonwände auch noch feucht und bemoost, wird es richtig gefährlich.
Ein Archivbild des Isarkanals bei geringem Wasserstand zeigt, warum Mensch und Tier dort an manchen Stellen leicht hineinrutschen und nur schwer oder gar nicht wieder herauskommen können. Sind die Betonwände auch noch feucht und bemoost, wird es richtig gefährlich.
Renate Schmidt/Archiv

Helfer müssen gleich mehrfach aktiv werden, weil Menschen oder Tiere in den Kanal geraten und aus eigener Kraft nicht mehr herauskommen. Die Polizei warnt vor der Gefahr.

Von Kerstin Vogel, Langenpreising

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Gleich zweimal hat die Integrierte Leitstelle Erding in den vergangenen Tagen Rettungskräfte auf den Weg schicken müssen, um Mensch und Tier aus dem Wasser zu holen. So war zuletzt am Samstagvormittag gegen 11.30 Uhr eine Mitteilung eingegangen, nach der sich ein Mensch und ein Hund im Strogenkanal bei Langenpreising in misslicher Lage befanden. Offenbar war zunächst der Hund eines unbekannten Spaziergängers in den Kanal gesprungen, gefolgt von seinem Besitzer, der hinterhersprang, um das Tier aus dem Wasser zu retten.

Dem Polizeibericht zufolge gelang ihm das auch – allerdings war in der Zwischenzeit der Hund eines weiteren Spaziergängers in den Kanal gesprungen, um zu dem Hund des unbekannten Spaziergängers zu gelangen. Ob er auch Rettungsabsichten hatte, oder „nur spielen“ wollte, geht aus dem Bericht nicht hervor, der zweite Hund wurde jedenfalls durch die Rettungskräfte aus dem Kanal gezogen. Alle Beteiligten blieben nach polizeilichen Erkenntnissen unverletzt, wie es heißt.

Manch ein Helfer könnte bei alledem indes ein kleines Deja vu-Erlebnis gehabt haben, war es doch bereits am Donnerstagmorgen zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, der wiederum zeigte, dass es auch nicht unbedingt hilft, seinen Hund anzuleinen. Ein 33-Jähriger aus dem nördlichen Landkreis Erding war in diesem Fall mit seinem angeleinten Hund am Isarkanal bei Wartenberg spazieren gegangen, der Hund war in den Kanal gerutscht – und hatte sein Herrchen mit sich gezogen. Andere Spaziergänger und Anwohner hörten die Hilferufe des Mannes, da er und sein Hund den Kanal nicht mehr selbständig verlassen konnten. Mithilfe einer Hundeleine konnten sowohl Mensch als auch Tier aus dem Kanal gerettet werden. Beide blieben weitestgehend unverletzt. 

Aufgrund dieser Vorfälle bittet die Polizei alle Spaziergänger, vor allem mit Hunden, im Uferbereich besonders aufzupassen und sich diesem nach Möglichkeit nicht zu nähern. Ein selbständiges Befreien kann unter Umständen nur unter erhöhtem Kraftaufwand oder auch gar nicht möglich sein. Der Grund dürfte in der Beschaffenheit der schrägen Kanalwände zu suchen sein, die oft bemoost und rutschig sind und keinerlei Halt bieten.

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