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Infrastruktur in Erding:Reduzierter Straßenbau

2021 sind nur 2,2 Millionen Euro für die Kreisstraßen eingeplant

Von Florian Tempel, Erding

Im Vergleich zu früheren Jahren sind die für das kommende Jahr geplanten Sanierungen und andere Bauarbeiten an den Kreisstraße im Landkreis Erding gering. In normalen Jahren wurde viel mehr Geld in neue Fahrbahnen investiert. Auch Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) sagte im Struktur-, Verkehrs- und Umweltausschuss des Kreistags, dass das Programm für 2021 "schon eine abgespeckte Version" sei. Dazu kommen einige Maßnahmen, die eigentlich für dieses Jahr geplant waren, aber verschoben wurden. So wurde schließlich vom Ausschuss der nur vergleichsweise kleine Finanzbedarf von 2,2 Millionen Euro beschlossen, der im Kreishaushalt 2021 für den Straßenbau einzuplanen ist.

1,45 Millionen Euro sind für eine neue Fahrbahndecke auf der Kreisstraße ED 1 von Fraunberg bis zur Kreisstraße ED 26 bei Hienraching eingeplant. Der 5,5 Kilometer lange Abschnitt war schon vor fünf Jahren als sanierungsbedürftig erkannt worden. Der Neubau der Straßenbrücke über die Bundesstraße B 15 bei Hohenpolding wird zwar nach der Berechnung des Staatlichen Bauamts 2,3 Millionen Euro kosten. Der Kreis muss davon jedoch nur die Hälfte zahlen. Schon mehrmals verschoben und nun endlich auf 2021 gelegt wurde die Erneuerung der Fahrbahndecke der Kreisstraße ED 2 zwischen Berglern und Mannhartsdorf. Die gut zwei Kilometer kosten voraussichtlich 650 000 Euro. Für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Mittbach Süd sind 240 000 Euro angesetzt.

Problematisch gesehen wurde nur die Sanierung von 1,6 Kilometern der Kreisstraße ED 16 zwischen Sankt Wolfgang und Lappach. Landrat Bayerstorfer wies daraufhin, dass man schon seit mehr als 20 Jahren versuche, die steile Einmündung der Kreisstraße in die Bundesstraße B 15 durch eine Verlegung verkehrssicherer zu machen. An dieser Stelle habe es schon schwere Unfälle und sehr gefährliche Situationen gegeben. Eine Verlegung - "die Planung ist seit 15 Jahren fertig" - sei jedoch stets daran gescheitert, dass man die benötigten Grundstücke nicht erwerben konnte. Sollte die bestehende Straße nun aber saniert werden, befürchtet man die Sankt Wolfgang, dass dann erst recht nichts mehr geht. Der Ausschuss entschied deshalb, das Vorhaben zurückzustellen, um der Gemeinde noch einmal Zeit für Grundstücksverhandlungen zu geben.

© SZ vom 11.07.2020

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