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Im Landkreis:Vertrag für Pflegestützpunkt

Beratungsangebot soll im Januar starten

In Erding wird ein Pflegestützpunkt gegründet. Dazu haben der Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) und Erdings AOK-Direktor Andreas Kochbeck einen Vertrag unterschrieben, wie das Landratsamt Erding mitteilt. Der Vertrag wird demnach an weitere beteiligte Kranken- und Pflegekassen zur Unterschrift versandt. Der Pflegestützpunkt soll am 1. Januar 2021 die Arbeit aufnehmen.

Der Pflegestützpunkt Erding wäre demnach der fünfte in Oberbayern, der auf der Basis des neuen bayerischen Rahmenvertrages entsteht. Weitere Stützpunktverträge wurden für die Landkreise Ebersberg, Landsberg am Lech, Dachau und Berchtesgadener Land unterzeichnet. Der Landkreis werde beim Pflegestützpunkt "als alleiniger Anstellungs- und Betriebsträger" auftreten, heißt es weiter. Ziel sei es, die Vielzahl der Beratungsangebote im Landkreis zu vernetzen und Ressourcen zu nutzen.

Bezirkstagspräsident Josef Mederer wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert, dass der Pflegestützpunkt "eine wohnortnahe, neutrale und unabhängige Beratung zu allen Themen rund um die Pflege" anbiete. Laut Bayerstorfer schließt der Pflegestützpunkt "eine wichtige Versorgungslücke" zwischen einem stationären Aufenthalt und dem Moment, wenn ein Pflegedienst die Arbeit aufnehmen könne. AOK-Direktor Andreas Kochbeck wird mit den Worten zitiert, dass die AOK ihre Versicherten mit einer ausgebildete Pflegeberaterin unterstütze. Die Kosten für den Pflegestützpunkt übernehmen demnach zu zwei Dritteln die Pflege- und Krankenkassen, das verbleibende Drittel teilen sich zur Hälfte Landkreis und Bezirk. Sitz soll im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe sein. Er wird über Telefon 08122 58-1072 und per E-Mail unter pflegestuetzpunkt@lra-ed.de erreichbar sein.

© SZ vom 21.11.2020 / sz

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