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Illegaler Praktiken:IG Bau klagt Schwarzarbeit an

Wenn billig am Ende teuer wird: Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Lohn-Prellerei in der Baubranche haben in der Region einen Millionenschaden verursacht, wie die Gewerkschaft IG Bau mitteilt. Sie beruft sich dabei auf eine aktuelle Auswertung des Bundesfinanzministeriums. Danach kontrollierten Beamte des Hauptzollamtes Landshut, das auch für den Landkreis Erding zuständig ist, im vergangenen Jahr insgesamt 323 Baufirmen und leiteten 188 Ermittlungsverfahren ein. Wegen illegaler Praktiken in der Branche seien dem Staat und den Sozialkassen 3,7 Millionen Euro entgangen. IG Bezirkschef Michael Müller spricht von einem "erschreckenden Ausmaß krimineller Energie". Es stehe das Image einer ganzen Branche auf dem Spiel. "Sauber wirtschaftende Firmen dürfen nicht wegschauen, wenn sich Konkurrenten nicht an die Regeln halten".

© SZ vom 01.08.2020 / SZ

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