Erding:"O'zapft is!" zur Jubiläums-Wiesn

Lesezeit: 2 min

Erding: Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) zapft das erste Bierfass an. Drei Schläge haben gereicht.

Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) zapft das erste Bierfass an. Drei Schläge haben gereicht.

(Foto: Stephan Görlich)

Mit drei Schlägen zapft Erdings Oberbürgermeister OB Max Gotz das erste Fass, dann ging die Party los beim 80. Erdinger Herbstfest. Die Mass kostet heuer 9,60 Euro. Bis einschließlich Sonntag , 4. September, kann nach zwei Jahren Corona-Pause endlich wieder gefeiert werden.

Von Gerhard Wilhelm, Erding

O'zapft is!" Erdings Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) hat am Freitag mit drei Schlägen das erste Fass Bier beim 80. Erdinger Herbstfest angezapft. Die Mass kostet heuer im Weißbräu- und Stiftungsbräu-Festzelt 9,60 Euro. Zum Auftakt hielt traditionell die Erdinger Stadtkapelle am Schrannenplatz ein Standkonzert ab und es gab bei bestem Wiesn-Wetter Bier von beiden Erdinger Brauereien, ehe sich der Festzug zum Volksfestplatz aufmachte, wo OB Gotz pünktlich um 16.30 Uhr das Jubiläumsfest eröffnete. Die Straßen waren gesäumt von Erdinger Bürgerinnen und Bürgern, größtenteils in Tracht. Eigentlich wäre es heuer schon das 82. Herbstfest, aber wegen der Corona-Pandemie hatten Feste 2020 und 2021 abgesagt werden müssen.

Erding: Erdings Oberbürgermeister Max Gotz freut sich, dass das Herbstfest endlich wieder stattfinden kann.

Erdings Oberbürgermeister Max Gotz freut sich, dass das Herbstfest endlich wieder stattfinden kann.

(Foto: Stephan Görlich)

"Ein paar Dinge zum Volksfest" musste Erdings OB Gotz am Donnerstagabend bei der Bierprobe im Stiftungsbräuzelt doch loswerden. Vieles habe sich während der Corona-Pandemie in der Wahrnehmung der Dinge verändert. "Ich glaube nicht, dass es eine Zeit gegeben hat, in der so viele Dinge durcheinander gewirbelt wurden", sagte Gotz. Deshalb sei es wichtig, sich "einen Kompass" zu bewahren, eben Traditionen, wie das Herbstfest. Eine Folge der Pandemie sei auch gewesen, dass es für die Stadtverwaltung "äußerst schwierig" geworden sei, das Fest zu organisieren, da viele Geschäfte in der Zeit aufgegeben hätten.

Erding: Zahlreiche Besucher kamen zum Schrannenplatz. Die meisten in Tracht.

Zahlreiche Besucher kamen zum Schrannenplatz. Die meisten in Tracht.

(Foto: Stephan Görlich)
Erding: Mit musikalischer Begleitung zog der Tross vom Schrannenplatz in Richtung Festplatz an der Eissporthalle.

Mit musikalischer Begleitung zog der Tross vom Schrannenplatz in Richtung Festplatz an der Eissporthalle.

(Foto: Stephan Görlich)
Erding: Jetzt hoffen alle auf ein fröhliches Fest.

Jetzt hoffen alle auf ein fröhliches Fest.

(Foto: Stephan Görlich)

Und andere haben derzeit Personalprobleme. "Aber am Ende haben wir es geschafft und können viele Geschäfte und ein Programm anbieten, das sich sehen lassen kann." OB Gotz dankte ausdrücklich allen aus der Verwaltung, die an der Organisation beteiligt waren, aber auch Personen, die im Hintergrund zum Gelingen des Festes beitragen. Dazu gehören die Stadtwerke, der Bauhof, die Feuerwehr, Polizei und die Putzdienste. "Das ist keine Selbstverständlichkeit", sagte Gotz. Mit etwas Wetterglück werde man "eine Superwiesn" bekommen.

Dazu, so Gotz, würden auch die eigens gebrauten Biere beitragen. Es zeichne die Stadt Erding aus, dass sie eine lange Brautradition habe. Die Festweiße habe einen Alkoholgehalt von 5,81 Prozent, das Stiftungsbier sogar 6,01 Prozent. Neu ist, dass das Getreide für das Festbier ausschließlich aus dem Erdinger Land kommt. Dass es teurer ist als zuletzt 2019, ist den steigenden Rohstoffpreisen geschuldet. Damals hatte die Mass zwischen 8,30 und 8,60 Euro gekostet.

Der neue Wirt hat schon viel Erfahrung

Neu ist der Festwirt des Weißbräu-Zeltes. Nach fast 30 Jahren trägt der Wirt nicht mehr den Namen Pianka. Patrick Schmidt löst Mario Pianka ab, "und tritt in große Fußstapfen", so Max Gotz. Er sei sich aber sicher, dass er seine Aufgabe gut mache. Patrick Schmidt hat mit 32 Jahren schon viel Erfahrung. Seit sieben Jahren betreibt er die Wirtschaft "Zollhaus" in seiner Heimatstadt Landshut und er war der jüngste Festwirt der Landshuter Dult. Auch im Landkreis Erding ist Schmidt bekannt. Vor zehn Jahren war er Betreiber des Weinzeltes beim Taufkirchener Volksfest und im Weißbräuzelt arbeitete er früher in der Küche mit. Beim zweiten Zelt, das der Stiftungsbrauerei, bleibt alles beim Alten: seit Jahren wird es vom Bierzeltbetrieb Römersperger-Richter aus Eggenfelden betrieben.

Erding: Ein Trachtenhut liegt auf dem Tisch. Traditionell ist auch das Programm beim Herbstfest.

Ein Trachtenhut liegt auf dem Tisch. Traditionell ist auch das Programm beim Herbstfest.

(Foto: Stephan Görlich)

Sportlich und musikalisch geht es am Wochenende los. Am Samstag, 27. August, findet im Weißbräuzelt von 14 Uhr an der Gewichtheber-Vergleichskampf zwischen dem TSV Erding und dem KSC Klosterneuburg/Wien statt. Um 18.30 Uhr spielt dann dort die Band Musikuss, während im Stiftungsbräuzelt um 19 Uhr Voglwuid aufspielt. Am Sonntag, 28. August, findet beim Stiftungsbräu von 9 Uhr an die Erdinger Schafkopfmeisterschaft statt. Um 13 Uhr spielt die Stadtkapelle Erding und um 19 Uhr De kloa Blosmusi. Im Weißbräuzelt treten um 12.30 Uhr die Isarmusikanten und um 18.30 Uhr d' Moosner auf. Am Montag, 29. August, gelten ermäßigte Preise an allen Fahrgeschäften von 13 bis 18 Uhr.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema