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Goldbarren beschlagnahmt:Bundespolizei zieht Frau aus dem Verkehr

Die Bundespolizei am Flughafen München hat am Dienstag eine 22-jährige Frau aus der Ukraine gestoppt und ihr mehrere tausend Euro und einen Goldbarren im Wert von 900 Euro abgenommen, um das weitere Strafverfahren zu sichern, wie die Bundespolizei mitteilt. Der Frau wird unerlaubte Einreise, unerlaubter Aufenthalt, Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen, mittelbare Falschbeurkundung und die unerlaubte Arbeitsaufnahme als Prostituierte vorgeworfen.

Die Osteuropäerin war den Beamten bei der Ausreisekontrolle nach Kiew aufgefallen, der Fahndungscomputer habe einen Hinweis ausgeworfen, heißt es weiter. Demnach hatten Bundespolizisten am Flughafen Berlin-Schönefeld die Frau im Mai 2019 beim Versuch der unerlaubten Einreise erwischt und sie umgehend zurückgewiesen. Bei den Münchner Grenzpolizisten sagte die 22-Jährige aus, sie sei von Kiew mit einem Fernreisebusunternehmen über Polen nach Bayern gereist, sie habe in verschiedenen Städten gearbeitet. Im Internet habe sie sich das gefälschte litauische Identitätsdokument besorgt. Die weit mehr als 7000 Euro in verschiedenen Währungen habe sie teils von Zuhause mitgebracht, teils von einem Freund bekommen, ebenso ein hochpreisiges Mobiltelefon. Woher sie den Goldbarren habe, wisse sie nicht mehr. Die Bundespolizisten zeigten die Ukrainerin an und nahmen ihr mehr als 7300 Euro und den Goldbarren ab, bevor sie am nächsten Tag ihren Heimflug nach Kiew antreten durfte.

© SZ vom 11.07.2019 / sz
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