Gemeinderat Oberding Erst ein neuer Bauhof, dann ein neues Rathaus

Der Gemeinderat Oberding hat am Dienstag die Planung für den neuen Bauhof in Aufkirchen besprochen. Gebaut wird auf dem ehemaligen Eon-Gelände zwischen Montessori-Schule und Kanal. Am bisherigen Standort hinter dem Oberdinger Rathaus wird es langsam, aber sicher zu eng. Zudem benötigt die Gemeinde den Platz für das nächste Projekt, den Bau eines neuen Rathauses.

Architekt Ludwig Maier stellte in der Sitzung die Pläne für den neuen Bauhof vor. Die sogenannte Schiffshalle auf dem Eon-Areal bleibt stehen, sie ist laut Bürgermeister Bernhard Mücke (CSU) in einem "pfennigguten Zustand" und könne als Unterstand für Maschinen genutzt werden. Lediglich Tore und Fenster müssten erneuert werden. Im Verwaltungstrakt des dreigeschossigen neugebauten Hauptgebäudes befinden sich das Büro, Trockenraum, Holzwerkstatt und ein Besprechungszimmer, das auf Anregung des Gremiums eine Teeküche erhalten soll. Im Obergeschoss sind ein Aufenthaltsraum, Toiletten, Umkleiden und Duschen für die aktuell neun Mitarbeiter vorgesehen. In der neuen Halle ist Platz für sechs Bauhoffahrzeuge. Welche Heizungsart zum Zuge kommen soll, steht noch nicht fest. Eventuell ergebe sich eine gemeinsame Lösung mit der Montessori-Schule, so Mücke. Er zeigte sich irritiert, dass von Seiten des Bauhofleiters Franz Neumair in der Sitzung noch Änderungsvorschläge kamen, "wir haben das doch alles vorab besprochen", erklärte der sichtlich genervte Bürgermeister. Er mahnte zur Eile, denn: "Uns druckt das Rathaus". Wenn alles glatt laufe, dann könne der Bauantrag noch vor der Sommerpause fertig sein und dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt werden. Je nachdem, wann es Grünes Licht gebe, könnte 2020 Baubeginn sein, rechnete Mücke vor. An der Finanzierung wird es jedenfalls nicht scheitern. Für Planung und Umsetzung des Projekts sind vom Haushalt 2018 noch Reste in Höhe von rund 494 000 Euro vorhanden, für 2020 sind im Finanzplan zwei Millionen Euro eingestellt, für 2021 eine Million.