Gemeindehaus der Erlöserkirche:Letzter Schliff

Das sanierte und umgebaute Gemeindehaus an der Erlöserkirche ist jetzt offiziell eingeweiht. Möglichst bald soll auch innen alles fertig sein. Die Diakonie-Beratung wartet schon

Von Regina Bluhme

Gemeindehaus der Erlöserkirche: Die Erlöserkirche im Hintergrund.

Die Erlöserkirche im Hintergrund.

(Foto: Renate Schmidt)

Erding - In Klettham ist vor wenigen Tagen ein besonderes Gebäude eingeweiht worden, besser: wieder eingeweiht worden. Das Gemeindehaus der Evangelisch-Lutherischen Kirche, das zusammen mit der Erlöserkirche an der Friedrichstraße ein denkmalgeschütztes Ensemble bildet, wurde komplett umgebaut und saniert und verfügt jetzt über einen größeren Gemeindesaal, Büros und Gruppenräume. Es will ein offenes Haus sein, Treffpunkt und Anlaufstelle für alle Bewohner des Erdinger Stadtteils, ein echtes "Bürgerhaus".

Es ist erst knapp zwei Jahre her, da gab es für die Evangelisch-Lutherische Gemeinde an der Friedrichstraße in Klettham bereits etwas zu feiern, nämlich die Generalsanierung der Erlöserkirche. Am vergangenen Wochenende stand die Wiedereinweihung des dazugehörigen sanierten Gemeindehauses auf dem Programm. Regionalbischof Christian Kopp aus München war vor Ort, der Freisinger Dekan Christian Weigl, Architekt Jörg Rehm sowie stellvertretender Landrat Franz Hofstetter (CSU) und Erdings Oberbürgermeister Max Gotz (CSU).

Gemeindehaus der Erlöserkirche: Umbau und Renovierung des Evangelischen Gemeindezentrums ist fast geschafft.

Umbau und Renovierung des Evangelischen Gemeindezentrums ist fast geschafft.

(Foto: Renate Schmidt)

Das Gemeindehaus, das zusammen mit der Erlöserkirche ein denkmalgeschütztes Ensemble bildet, wurde komplett umgebaut und saniert. Wie Erdings Pfarrer Christoph Keller informiert, steht die Nachfolgerin für Pfarrerin Andrea Oechslen fest. Dorothea Zwölfer, aktuell im Raum Coburg tätig, wird künftig ein eigenes Büro im Gemeindehaus haben und so sehr viel mehr in Klettham präsent sein können. Pfarrer Keller rechnet damit, dass Dorothea Zwölfer Mitte November die Arbeit aufnehmen kann. Denn noch laufen die letzten Arbeiten, müssen noch Lampen angebracht, Möbel ausgepackt werden. In spätestens drei Wochen, so hofft Pfarrer Keller, wird die Beratungsstelle der Diakonie Freising in einem der Büroräume die Arbeit aufnehmen können und Anlaufstelle sein für Menschen in Not. Nach längerer Pause wird die Stelle in Erding wieder besetzt sein. Die künftige Mitarbeiterin stehe bereits in den Startlöchern, werde gerade am Sitz des Diakonischen Werks in Freising in ihre Aufgaben eingeführt. Noch hapert es an der technischen Ausstattung, unter anderem am Wlan-Anschluss.

Das umgebaute Gemeindehaus hat neben den Büros nun auch einen doppelt großen Gemeindesaal, einen Gruppenraum und einen Besprechungsraum, dazu kommt eine neue Elektroinstallation, eine barrierefreie Toilettenanlage, ein neuer Bodenbelag.

Das Gemeindehaus sei dringend renovierungsbedürftig gewesen, sagt Architekt Jörg Rehm, der auch für die Sanierung der Erlöserkirche zuständig war. Das 1962 errichtete Gebäude habe zunächst als Mesner- beziehungsweise Pfarrerwohnung gedient. Das sei aber schon lange her. Durch den Umbau seien nun Büro- und Beratungsräume entstanden, die neue Pfarrerin könne künftig vor Ort sein. Das Haus soll sich für Veranstaltungen öffnen, auch Vereinen oder Gruppen zur Verfügung stehen, sagt Pfarrer Keller, ein künftiger Treffpunkt auch im Rahmen des städtischen Quartiermanagements Klettham, das die Bewohner des Stadtteils zusammenbringen will.

Gemeindehaus der Erlöserkirche: Fenster und der Eingangsbereich werden gerade noch neu gestrichen.

Fenster und der Eingangsbereich werden gerade noch neu gestrichen.

(Foto: Renate Schmidt)

Die Kosten für das Gemeindehaus beziffert Christoph Keller mit etwa 660 000 Euro, etwa die Hälfte davon wird die Kirchengemeinde tragen müssen. Zuschüsse gibt es von der Landeskirche, von Landkreis und Stadt. Erst kürzlich hatte der Oberdinger Holzbildhauer Wolfgang Fritz Skulpturen in der Erlöserkirche ausgestellt und einen Teil des Erlöses dem Gemeindehaus zukommen lassen.

Nach der offiziellen Einweihung fand ein Tag der offenen Tür statt. "Wie ich gehört habe, gefällt das Haus den Besuchern", sagt Pfarrer Keller. Einige hätten sich überrascht gezeigt, wie groß und geräumig das Gemeindehaus doch sei.

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