Gärreste aus der Biogasanlage Pumpenschalter war manipuliert

Fischsterben in der Isen: Landwirt legt Sicherheitseinrichtung lahm

Das Fischsterben in der Isen geht offenbar nicht auf ein technisches Versagen, sondern wohl auf eine Manipulation einer Sicherheitseinrichtung durch den Betreiber der Biogasanlage zurück, aus der die verheerenden Gärreste in die Isen ausgelaufen sind. Nach Angaben des Landratsamtes ergibt sich folgender Sachstand: Die Biogasanlage ist baurechtlich im Jahr 2017 genehmigt worden. Gemäß der Genehmigung hätte der betreffende Behälter maximal bis zur Geländeoberkante befüllt werden dürfen. Bei Erreichen beziehungsweise Überschreiten dieses maximalen Füllstandes wird durch eine installierte Sicherheitseinrichtung im Behälter durch automatisches Abschalten der Pumpen jegliche weitere Behälterbeschickung verhindert. Der Betreiber habe vor Ort angegeben, diese Sicherheitseinrichtung bereits "wohl im Februar" derart manipuliert zu haben, dass sie nicht mehr funktionierte.

Wie berichtet, hatte diese Gewässerverunreinigung der Isen Anfang der Woche ein massives Fischsterben zur Folge. Zudem wurden auch jahrelange Bemühungen des Fischereivereins zunichte gemacht, die mit dem Besatz befruchteter Forelleneier wieder einen eigenen Isenforellenstamm aufbauen wollten. Auch wichtige Fischnährtiere wie Bachflohkrebse, Köcher- und Eintagsfliegenlarven sind massenweise verendet.