SPD-Gemeinderat Bernd Friedrich hat angekündigt, bei der Kommunalwahl 2026 in Taufkirchen an der Vils als Kandidat gegen den amtierenden Bürgermeister Stefan Haberl (CSU) anzutreten. Friedrich ist seit fünf Jahren Mitglied des Taufkirchener Gemeinderats und gehört dem Vorstand des SPD-Ortsvereins an. Er rechnet sich nach eigenen Worten gute Chancen aus: Vor fünf Jahren verlor sein Parteifreund Manfred Slawny nur knapp gegen Haberl.
Hinzu kommt, dass die CSU geschwächt in den Wahlkampf ziehen wird: Von den neun amtierenden CSU-Gemeinderäten erwägt etwa die Hälfte, nicht erneut anzutreten, darunter auch der stellvertretende Bürgermeister Christoph Puschmann. Die Aufstellungsversammlung wird aber erst Mitte Oktober stattfinden.
Große Versprechungen kann auch Friedrich nicht machen, die neue Grund- und Mittelschule hat die Gemeinde 42 Millionen Euro gekostet, der Schuldendienst wird die Gemeinde noch zwei Amtsperioden finanziell bremsen. Friedrich will bei der Baupolitik auf ein vielschichtigeres Wohnraumangebot setzen, weil sich auch in Taufkirchen viele kein Eigenheim mehr leisten könnten. Darüber hinaus soll mehr in die Infrastruktur investiert werden, anstatt prestigeträchtige Gebäude zu errichten.

