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Freising:Eine Nacht im Wasser

Insgesamt 71.140 Bahnen oder 1778,5 Kilometer haben die Teilnehmer des Benefiz-Schwimmens im "Fresch" zurückgelegt.

(Foto: Marco Einfeldt)

24-Stunden-Benefiz-Schwimmen im "Fresch"

Neben der Freibaderöffnung hat am Samstag auch eine große Aktion im Freisinger "Fresch" begonnen: Mehr als 300 Schwimmer verwandelten das neue Erlebnisbad beim ersten 24-Stunden-Schwimmen "Swim for good" von Samstag, zwölf Uhr, bis Sonntag zwölf Uhr, in eine Sportarena. Gemeinsam mit den Stadtwerken und dem Flughafen organisierte Der Rotary-Club München Flughafen das Benefizschwimmen, bei dem ein Sponsorenscheck von 11 500 Euro erzielt worden ist. Die Erlöse gehen an Organisationen wie die Lebenshilfe Freising, das Frauenhaus, die Wasserwachten Freising und Kranzberg, Prop und das Oskar-Maria-Graf-Gymnasium Neufahrn. "Man tut sich und anderen Gutes," sagt Sebastian Humm, Chef-Organisator des Rotary-Clubs München Flughafen.

Für den guten Zweck sprangen sowohl Rentner als auch Schüler, Triathleten und Firmenmitarbeiter, die Mitglieder der Flughafenpolizei und von Freisinger Vereinen ins Wasser. Spitzenschwimmer waren Christine Aschauer aus Au mit 49,2 Kilometern in etwa 16 oder 17 Stunden und Florian Kink aus Neufahrn mit 49,45 Kilometern. "49 Kilometer, das ist eine Strecke, die ich vielleicht mit dem Radl schaffen würde," zeigte sich Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher begeistert. Schrumpelige Finger und Zehen erschwomm sich Peter Bareuther, der 20 von 24 Stunden im Wasser verbrachte. Wie auch er verbrachten einige Sportbegeisterte die Nacht im "Fresch". Um drei Uhr morgens schwammen immerhin 17 Sportler. Um sich zwischendurch auszuruhen und wieder Kraft zu sammeln, brachten einige Athleten sogar Zelte mit, in denen sie eine kurze Pause einlegten. Insgesamt schafften die Teilnehmer 71 140 Bahnen in 24 Stunden, auf einer Strecke von 25 Metern pro Bahn. Das entspricht 1778,5 Kilometer, die für den guten Zweck erschwommen wurden. Die Teilnehmern konnten nur verschiedene Sachpreise gewinnen.

Nach dem Benefizschwimmen feierten die erschöpften, aber stolzen Sportler ihre Leistungen auf der Liegewiese des Freibads.

Der Rotary-Club München Flughafen zeigt sich über die große Anzahl an Teilnehmern sehr erfreut: "Dass diese erstmals stattfindende Veranstaltung derart positiv aufgenommen werden würde, hatten sich die Organisatoren nicht in ihren kühnsten Träumen vorgestellt." Auch, dass sich trotz der hohen körperlichen Belastung niemand verletzt habe, sei sehr erfreulich. Man wünsche sich, dass "Swim for good" eine Dauereinrichtung für sozial engagierte Schwimmer werden solle.