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Forstern:Grüne Maria Feckl in der Bürgermeister-Stichwahl

"Von Null auf Hundert", so kommentiert Maria Feckl von den Grünen das Wahlergebnis ihrer Partei in Forstern. Das kann man so sagen: Im Gemeinderat ist ihre Partei bislang gar nicht vertreten und dann schafft sie als einzige der vier Grünen-Bürgermeisterkandidaten im Landkreis den Einzug in eine Stichwahl. Maria Feckl erreichte 26,82 Prozent der Stimmen, ihr Gegenkandidat Rainer Streu (AWG) schlitterte mit 49,27 Prozent knapp an der absoluten Mehrheit vorbei. "Einfach gigantisch", freute sich Maria Feckl am Wahlabend über ihr Ergebnis. Für sie heißt es jetzt: Weiter Wahlkampf machen und da werden die Grünen "Vollgas geben" und angesichts von Corona vor allem alle Möglichkeiten im Internet nutzen.

Die Grünen hätten in Forstern auf die richtigen Themen wie "Seniorenzentrum" oder "Staatsstraße" gesetzt, so Feckl. Es sei auch deutlich geworden, dass das Thema Klimaschutz viel Potenzial in Forstern besitze. Vieles sei bislang nur angedacht, aber nicht umgesetzt. Inzwischen sei deutlich geworden, dass beim Umwelt- und Klimaschutz "ganz viel in den Dörfern vor Ort passieren kann". Auch wenn sie bislang noch nicht im Gemeinderat gesessen habe, so könne sie unter anderem als ausgebildete Betriebswirtin auf ihre langjährige Erfahrung in der Projektarbeit zurückgreifen, erklärte Feckl. Die 55-Jährige hat jetzt als einzige der Grünen-Kandidaten noch eine Chance auf das Amt. Der als aussichtsreicher Bewerber gehandelte Grünen Kreisrat Florian Geiger schaffte es in Isen mit 24,79 nur auf Platz Drei. Dort wird es eine Stichwahl zwischen dem CSU-Kandidaten und der Kandidatin der Freien Wähler geben. In Langenpreising erreichte Grünen-Bürgermeister-Bewerber Toni Wollschläger 21 Prozent und in Wartenberg gingen 16,44 Prozent an Domink Rutz.

© SZ vom 16.03.2020 / regi

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