Flughafen MünchenGetrockneter Waran – ein sehr spezielles Geschenk im Koffer

Dieser Waran lebt sicher in einem Zoo, ein Artgenosse wurde nun allerdings als kulinarische Spezialität im Koffer eines Reisenden am Münchner Flughafen gefunden. Zur Verkostung kam es indes nicht.
Dieser Waran lebt sicher in einem Zoo, ein Artgenosse wurde nun allerdings als kulinarische Spezialität im Koffer eines Reisenden am Münchner Flughafen gefunden. Zur Verkostung kam es indes nicht. A2609 epa efe Garriga/dpa

Der Zoll findet bei der Kontrolle eines Fluggastes das Echsenfleisch im Koffer. Es sollte ein Geschenk sein.

Ob jetzt Rot- oder Weißwein besser zu seinem Reisemitbringsel gepasst hätte und welche Beilage man idealerweise dazu reichen sollte, Fragen wie diese muss sich ein aus Nigeria eingereister Mann nun nicht mehr stellen. Sein doch sehr spezieller Gaumenkitzel schaffte es nicht aus dem Flughafen heraus. Wie das Hauptzollamt München am Freitag mitteilt, wurde im Koffer des Fluggastes Waranfleisch entdeckt.

Die getrockneten Echsenstücke seien als Geschenk für Verwandte gedacht, teilte der Passagier den Zollbeamten mit. Zur Verkostung kam es nicht mehr, denn die Einfuhr verstößt gleich gegen mehrere Bestimmungen. Zum einen jene des Artenschutzes, so gelten alle Warane als zumindest besonders geschützt und unterliegen strengen Ein- und Ausfuhrregelungen der EU. Erforderliche artenschutzrechtliche Genehmigungen für die Waran-Einfuhr habe der Reisende nicht vorlegen können.

Außerdem bestünde „ein erhebliches Risiko für die öffentliche Gesundheit“, warnt Thomas Meister, Pressesprecher des Hauptzollamts: „Illegale Einfuhren von Wildtierprodukten gefährden nicht nur bedrohte Tierarten, sondern können auch Krankheiten übertragen.“ Was im vorliegenden Fall offenbar zumindest nicht auszuschließen war, denn, wie es im Bericht weiter heißt, sei „das Fleisch nach Prüfung durch das zuständige Veterinäramt aufgrund hygienischer und gesundheitlicher Risiken umgehend der Vernichtung zugeführt“ worden.

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