Öffentliche GesundheitKlinik Dorfen bekommt Quarantäneeinrichtung

In der Klinik Dorfen, hier ein Archivfoto, soll eine Quarantäneeinrichtung für den Münchner Flughafen entstehen.
In der Klinik Dorfen, hier ein Archivfoto, soll eine Quarantäneeinrichtung für den Münchner Flughafen entstehen. Renate Schmidt

Das Krankenhaus soll künftig als Notfalleinrichtung  „bei gesundheitlichen Notlagen von internationaler Tragweite“ für den Münchner Flughafen fungieren.

Der Standort Dorfen der Kreisklinik Erding wird Quarantäneeinrichtung für den Flughafen München. Aktuell werden dazu die ersten Vorbereitungen getroffen, hat die Pressestelle des Erdinger Landratsamtes am Montag bekanntgegeben.

Im Auftrag des Freistaates und in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Gesundheitsministerium sollen, so das Landratsamt, „im Fall von Ereignissen, die eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite darstellen können, die Kapazitäten für die Untersuchung und nötigenfalls die Quarantäne von Reisenden geschaffen und unterhalten werden“.

Laut Krankenhausdirektorin Sabine Wahl gehe es allerdings „ausdrücklich nur um klar definierte Ausnahmesituationen, die hoffentlich niemals eintreten“.  Für die Klinik Dorfen ergäben sich dennoch Vorteile wie eine jährliche Vorhaltepauschale, regelmäßige Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und selbstverständlich die volle Kostenübernahme bei erforderlichen Ein- und Umbauten.

Auch Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) betont die Vorteile für das Dorfener Krankenhaus: „Die Übernahme dieser wichtigen Aufgabe ist ein klares Bekenntnis zur Sicherung des Klinikstandorts Dorfen. Wir tragen so der Forderung von Bürgermeister Heinz Grundner mit dem Dorfener Stadtrat und natürlich dem fraktionsübergreifenden Bekenntnis des Erdinger Kreistages zur Klinik Dorfen Rechnung.“

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In einer anderen Angelegenheit haben Landrat und Krankenhausleitung ebenfalls positive Nachrichten für den Kreisklinik-Standort: Rund ein Jahr nach Umzug der interdisziplinären Schmerztherapie nach Dorfen, werde das Angebot sehr gut angenommen, die Kapazitäten könnten sogar noch deutlich erweitert werden. Deshalb werde gerade mit Hochdruck nach zusätzlichem Personal gesucht, damit in Dorfen zukünftig noch mehr Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen geholfen werden kann.

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