Flughafen München:Winterdienst wieder voll im Einsatz

Flughafen München: Zahlreiche Räumfahrzeuge und Traktoren mit Schneeschaufeln, wie auf diesem Archivfoto, sind auch in diesem Winter wieder am Flughafen München im Einsatz.

Zahlreiche Räumfahrzeuge und Traktoren mit Schneeschaufeln, wie auf diesem Archivfoto, sind auch in diesem Winter wieder am Flughafen München im Einsatz.

(Foto: Matthias Balk/dpa)

178 Fahrzeuge und rund 600 Frauen und Männer sorgen für schnee- und eisfreie Flächen.

Um auch unter winterlichen Witterungsbedingungen rund um die Uhr einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, steht am Münchner Flughafen seit Anfang November bis Mitte April der Winterdienst bereit. Bei Eis und Schnee rückt die Winterdienst-Kolonne am Airport aus. Sie umfasst 178 Fahrzeuge, 148 davon zum Räumen der Flugbetriebsflächen und 30 für Straßen, Wege und Parkflächen im öffentlichen Bereich, wie der Flughafen mitteilt. 65 der Fahrzeuge sind Traktoren aus der Flughafenregion. Insgesamt sind im Winterdienst rund 600 Frauen und Männer im Einsatz, von denen rund 520 aus der Landwirtschaft und Fuhrunternehmen aus der Region kommen, wie der Airport schreibt. Pro Schicht sorgen mehr als 200 Einsatzkräfte für schnee- und eisfreie Flächen innerhalb des Flughafenzauns. Allein die zwei Start- und Landebahnen, Vorfelder und Rollwege umfassen rund 5,6 Millionen Quadratmeter, umgerechnet mehr als 780 Fußballfelder. Die Räumung einer Start-und-Landebahn am Münchner Flughafen dauert etwa 30 Minuten.

Zum Einsatz kommen neben den Traktoren mit Schneepflug auch zahlreiche Spezialfahrzeuge, darunter 22 Kehrblasgeräte, sechs Verladefräsen und eine Pistenraupe, wie der Flughafen mitteilt. Die geräumten Schneemassen werden auf sechs eigens eingerichtete Schneedeponien verfrachtet. Pro Saison kommen hier insgesamt bis zu 2,2 Millionen Kubikmeter Schnee zusammen. Ein unterirdisches Auffangbecken sorgt dafür, dass das dabei entstehende Schmelzwasser nicht in die Umwelt gelangt.

Spezialfahrzeuge überprüfen laufend die Bremswerte auf den Start- und Landebahnen

Alarmiert wird der Winterdienst durch die Verkehrs­leitung des Münchner Flughafens, die den Zustand der Betriebsflächen rund um die Uhr überwacht. Als Hilfsmittel dient der Verkehrsleitung neben den aktuellen Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes unter anderem ein Glatteis-Frühwarnsystem, das von insgesamt 18 über den Flughafen verteilten Messstellen permanent aktualisierte Daten bezieht. Darüberhinaus werden mithilfe von Spezialfahrzeugen laufend die Bremswerte auf den Start- und Landebahnen geprüft.

Die mechanische Säuberung der Verkehrsflächen genießt wegen des Umwelt­schutzes Priorität, wie der Flughafen betont. Nur bei Vereisungsgefahr der Betriebsflächen werde der Einsatz von Flächenenteisungsmitteln erforderlich. Auf einem Teil der Flächen werde anstelle der Entei­sungsflüssigkeit Quarzsand ausgebracht. Beiderseits der Startbahnen verlaufende Rinnen fangen die abtauende Flüssigkeit auf und leiten sie zum Schmelzwas­ser-Rückhaltebecken. Von hier aus werde das Schmelzwasser kontrolliert an das Klärwerk in Eitting weitergeleitet.

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