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Flughafen:Die Krise und die dritte Startbahn

Die weltweiten Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben auch den Flughafen München empfindlich getroffen. Die Zahl der täglichen Flüge ist auf unter 50 gesunken. Zu den aktuellen, aber auch den mittel- und langfristigen Auswirkungen am Airport hat der Grünen-Landtagsabgeordnete Johannes Becher eine umfangreiche schriftliche Anfrage an die Staatsregierung gestellt. Ein Thema sind dabei auch die Planungen für die dritte Startbahn.

Becher bittet um Antworten, welche finanziellen Folgen die Krise auf den Flughafenbetreiber hat und wie sich die Zahl der Flugbewegungen nach derzeitiger Einschätzung bis zum Jahresende, aber auch darüber hinaus entwickeln werden. Außerdem will er wissen, ob und wie die Investitionsplanungen angepasst werden müssen - welche Projekte also gekürzt, gestrichen oder geschoben werden sollen. Konkret hakt Becher nach, wie sich die aktuelle Situation "auf den bereits vorher äußerst fraglichen Bedarf für eine dritte Start- und Landebahn am Flughafen München" auswirken werde und ob die Staatsregierung die Einschätzung von Lufthansa-Chef Carsten Spohr teile, dass nach Corona die globale Nachfrage nach Flugreisen nicht mehr so dynamisch wachsen werde.

Weitere Fragen Bechers drehen sich zudem um die finanzielle Lage der Lufthansa und den von der Airline und der Flughafen München GmbH gemeinsam geplanten Ausbau des Satellitenterminals für mehr als zehn Millionen Passagiere, wie viele Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen sind und wie sich der Einbruch des Non-Aviation-Geschäfts auf das Konzernergebnis auswirken werde.

© SZ vom 06.05.2020 / psc

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