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Feuerwehr wieder im Einsatz:Problemstrecke für Wasserrohrbrüche

Drei Lecks in der gleichen Straße in Walpertskirchen. Baustelle auf der A 94 verhindert Austausch der Rohre in diesem Jahr

Mit drei Rohrbrüchen hatten die Freiwillige Feuerwehr Walpertskirchen und der Bauhof in diesem Jahr schon zu tun. Das sei keine ungewöhnliche Anzahl, sagte Bauhofleiter Josef Meyer. Ende 2018 hätte es zwar "mehr Rohrbrüche als sonst "gegeben, aber in diesem Jahr habe es sich "wieder gebessert".

Allerdings betrafen zwei Einsätze die Leitungen in der Hauptstraße Walpertskirchen. Ein Leck am 27. Februar zog vergangene Woche ein Weiteres nach sich. Vier Stunden war die Feuerwehr im Einsatz, um die undichte Stelle zu flicken. Der Verkehr wurde umgeleitet. Montag entdeckte der Bauhof schon wieder ein Problem an einer Leitung unter der Hauptstraße. Diesmal sei es nur ein "kleines Leck", wie Silvia Hermansdorfer von der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hörlkofen mitteilte. "Hierzu kann aber noch nichts Näheres gesagt werden." Drei Rohrbrüche in zwei Wochen und das in der gleichen Straße. Bei der VG ist man nicht überrascht. "Die Hauptstraße ist unsere Problemstrecke in Walpertskirchen", sagte Hermansdorfer. "Uns ist schon länger bekannt, dass die Leitungen öfter undicht sind." Sie seien schon mehr als 40 Jahre alt und müssten eigentlich ausgetauscht werden. Das Problem: Zurzeit kommt die Baustelle auf der A 94 in die Quere. "Die Hauptstraße brauchen wir als Entlastung," sagt Hermansdorfer. "Wir müssen den Baustellenverkehr öfter darüber umleiten."

Erst nach dem Bauende auf der A 94 könne die Hauptstraße aufgerissen werden, um die neuen Leitungen zu verlegen. Zwar soll die A 94 im Oktober fertig sein, aber neue Leitungen für die Hauptstraße gebe es vermutlich erst 2020. "Wir gehen erst in diesem Jahr in Planung für die Baumaßnahmen zum Austausch der Rohre", sagt sie. Bis dahin "können wir leider nicht mehr tun, als die punktuellen Schäden zu beseitigen". Wie hoch die finanziellen Schäden der Rohrbrüche sind, sei noch unklar, so Hermansdorfer.

Alte Rohre aus sogenanntem Grauguss, wie sie in der Hauptstraße noch liegen, seien besonders anfällig für Brüche. Das kann verschiedene Ursachen haben: Baumaßnahmen, die Witterung, Wechsel von Frost- und Tauphasen, der Straßen- und vor allem der Schwerverkehr. "Die Belastung ist auf einer Hauptstraße natürlich viel größer als auf einer Seitenstraße", sagte Hermansdorfer. "Und dann kommt noch die Tiefe dazu, in der die Rohre verlegt sind." In dieser Straße sei das Netz zu flach unter der Erde. Abhilfe sollen PVC-Rohre verschaffen, durch die nach und nach das Netz der Graugussrohre ausgetauscht wird. Sie sollen stabiler und langlebiger sein.

Neben dem "kleinen Leck" an der Hauptstraße, hält ein möglicher anderer Wasserrohrbruch Bauhof und Feuerwehr zurzeit in Atem. Seit drei Wochen ist der tägliche Wasserverbrauch in Waltpertskirchen um etwa 200 Kubikmeter gestiegen. Schuld könnte wieder ein größeres Leck sein. Weil es bisher noch nicht gefunden wurde, ruft die Verwaltungsgemeinschaft auf ihrer Internetseite alle Walpertskirchener auf, den eigenen Wasserverbrauch auf dem Zähler zu überprüfen, um das Leck einzugrenzen.