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Erdinger Triathlon findet statt:Das Publikum darf gerne wegbleiben

So ein Gewurle am Start soll es in diesem Jahr nicht geben. Für alle Teilnehmer heißt es, Abstand zum Konkurrenten zu halten.

(Foto: Renate Schmidt)

Nach einjähriger Pause findet am Sonntag der 27. Stadttriathlon statt. 500 Sportler absolvieren die Volksdistanz, auf den Zieleinlauf in der Innenstadt müssen sie allerdings verzichten

Von Charlotte Nachtmann, Erding

Der Stadttriathlon hat seinen festen Platz im Erdinger Veranstaltungskalender. Im vergangenen Jahr musste er ausfallen, an diesem Sonntag, 13. Juni, findet er wieder statt - die erste große Veranstaltung seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Doch dem Sportevent fehlt der Volksfestcharakter: Zuschauer sollen am besten fernbleiben, auch den Zieleinlauf in der Innenstadt wird es nicht geben. Die gesamte Veranstaltung wird sich mit 500 Teilnehmern am Kronthaler Weiher abspielen. "Das große Feeling und den Charme des Sports werden wir erst nächstes Jahr wieder erleben", bedauert Caroline Cornfine von Trisport Erding.

Dieses Jahr bietet der Verein Trisport Erding lediglich eine Volksdistanz über 400 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und gut vier Kilometer Laufen sowie einen Kinder- und Jugendwettbewerb an. Der Verein verzichtet auf die olympische Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen. Trotzdem ist Vorstandsmitglied Jürgen Feyerabend-Syre "überglücklich, dass der Wettbewerb überhaupt stattfinden kann". Die Zusage vom Gesundheitsamt am Montag kam spät. Gerade noch rechtzeitig, um die Vorbereitungen zum Beispiel an der Strecke zu treffen, wie Feyerabend-Syre sagte. Da seit Montag bayernweit Sport wieder ohne eine Begrenzung der Personenzahl ausgeübt werden darf, steht dem Wettkampf nun nichts mehr Wege. Obwohl mehr Teilnehmer erlaubt wären, hat der Verein das Feld auf 500 Sportler begrenzt, wie Caroline Cornfine mitteilt. Normalerweise starten um die 1500 Athleten beim Stadttriathlon, darunter auch namhafte Sportler. Dieses Jahr hat sich der Verein Trisport Erding nicht um die Aufstellung eines Profifeldes bemüht. "Die Profis hatten ihre Rennen, die auch stattfinden konnten", sagt Cornfine.

Die Atmosphäre eines Volkssportevents wird der Triathlon dieses Jahr trotzdem nicht haben. Zwar wären bis zu 500 Zuschauer erlaubt. Die Veranstalter möchten jedoch auf Publikum verzichten und bitten die Athleten, möglichst wenige Begleitpersonen mitzubringen. Den bei den Sportlern so beliebten Zieleinlauf auf dem Schrannenplatz wird es nicht geben, die Siegerehrung streicht der Verein Trisport Erding ebenfalls.

Damit die Teilnehmer im Eifer des Gefechts genügend Abstand halten, kommt den circa 150 Helfern eine besonders wichtige Rolle zu. Zwar gab es am Montagabend bereits genügend Freiwillige, dennoch freut sich der Verein Trisport Erding über jeden weiteren Helfer, so Feyerabend-Syre: "Wir hätten gerne so viele wie möglich, um an jeder Stelle ordnend eingreifen zu können." Alle Unterstützer werden vor der Veranstaltung getestet und müssen Maske tragen. Für die Athleten besteht keine Testpflicht, der Verein empfiehlt es allerdings sehr. Die Startnummern- und Chipvergabe läuft ganz kontaktfrei ab. Die Startnummernbeutel platzieren die Helfer am Vorabend bei den Radständern. Dort können sich die Athleten alles abholen, wenn sie ihre Fahrräder deponieren.

Zu Beginn des Wettbewerbs entzerrt ein sogenannter Rolling Start das Teilnehmerfeld. Dabei werden die Athleten zeitversetzt alle fünf bis zehn Sekunden ins Wasser gelassen, erklärt Feyerabend-Syre. Für die 100 Kinder und Jugendlichen geht es bereits um 9 Uhr in der Früh los, aufgeteilt in fünf Startergruppen. Der Startschuss für die Erwachsenen fällt um 11.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt werden auch die letzten Nachwuchsathleten ihren Wettkampf längst beendet haben. Insgesamt starten bei der Volksdistanz 400 Sportler, aufgeteilt in acht Gruppen. Jede neue Startergruppen wartet fünf Minuten, bevor die nächsten Athleten in den Kronthaler Weiher springen.

Die Schwimmdistanz beträgt statt sonst 500 dieses Mal 400 Meter. Für die Fahrradstrecke verkürzt der Verein Trisport Erding den bisherigen Kurs in Richtung Eitting auf 10 Kilometer, die die Athleten zweimal durchfahren. Statt 5 Kilometern laufen die Sportler nur gute vier, entlang des Weihers. Mit mehr Platz in der Wechselzone und weniger Rädern gleichzeitig auf den Ständern möchte Trisport auch bei den Übergängen zwischen den drei Teildisziplinen Ansammlungen vermeiden.

© SZ vom 09.06.2021
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