Eine schöne Erfahrung, sagt Svenja Tikovsky, seien die zwei Jahre im Jugendparlament gewesen. Auch, wenn nicht so viel dabei herausgekommen ist, wie sich die 18-Jährige erhofft hat. "Ich glaube, es hat uns vor allem an der Öffentlichkeitsarbeit gefehlt", vermutet Svenja. Ihre Freunde finden ihre Kandidatur gut, zwei wollen sich ebenfalls ins Jugendparlament wählen lassen. "Aber auch heute werde ich manchmal gefragt, was das Jugendparlament eigentlich ist und was wir da machen", erzählt sie. Wenn sie es erklärt, fänden es die meisten aber toll. "Und an sich ist das Jugendparlament eine super Sache." Auch von der Stadt habe sie sich gut unterstützt gefühlt. "Es sind diesmal viele Jüngere dabei. Ich denke, denen können wir mit unseren Erfahrungen helfen", sagt Svenja. Dafür möchte sie sich mehr Zeit nehmen. Bevor sie im nächsten Jahr studieren geht, hat sie sich einen Halbtagsjob gesucht. Wenn sie nicht arbeitet, liest sie gern, geht joggen oder trifft Freunde. Was sie studieren will? Politik- oder Kommunikationswissenschaften. "Ich will auch beruflich in die Politik zu gehen", sagt Svenja. "Am liebsten zu den Grünen."

Sarah Schiek

Bild: Renate Schmidt 12. Oktober 2012, 16:542012-10-12 16:54:30 © SZ vom 13.10.2012/tob