Erding Von Winterschuhen bis zur Berghütte

Der Förderverein der Katharina-Fischer-Schule feiert sein 30-jähriges Bestehen. Er leistet eine wichtige und identitätsstiftende Arbeit für die Schüler und ihre Familien

Von Antonia Steiger

Dass an der Katharina-Fischer-Schule Sport getrieben und musiziert werden kann - auch dafür sorgt der Förderverein

(Foto: Bauersachs)

Wie viel Gutes der Förderverein der Katharina-Fischer-Schule in den 30 Jahren seines Bestehens bewirkt hat, lässt sich nur erahnen. Die Bandbreite reicht von ganz kleinen Dingen - ein Paar fester Schuhe für ein Mädchen, das im Winter in Hausschuhen durch den Schnee gestapft kam - über mittelgroße Anschaffungen - Mountain-Bikes für die Fahrrad-Gruppe - bis zu ganz schön großen Projekten: eine Hütte in den Bergen, die seit 23 Jahren identitätsstiftend für die gesamte Schulfamilie wirkt und in die schon 100 000 Euro investiert worden sind. Am Freitag trafen sich Vertreter der Schule und des Fördervereins mit Gästen in der Katharina-Fischer-Schule für einen Tag der offenen Tür und eine Feierstunde, um das 30-jährige Bestehen des Vereins zu feiern.

Eingerahmt wurde die Feier von kleinen Darbietungen der Schüler und Lehrer. Auf engstem Raum zeigten Schüler, wie sie sich auf Inline-Skatern und auf einem Einrad recht sicher zu bewegen wissen. Draußen im Schulhof bewiesen andere auf Mountain-Bikes ihr Koordinationsvermögen und ihre Konzentrationsfähigkeit, wie auch die älteren Schüler, die mit ihren klingenden Bechern Rhythmusgefühl zeigten.

Sehr oft genannt wurde während dieser Feier der Name des Landrats Martin Bayerstorfer (CSU), der als Vertreter des Sachaufwandsträgers Landkreis Erding von zentraler Bedeutung für die Schule ist. Im Bau ist derzeit der neue Anbau, der eine Ganztagsbeschulung am Förderzentrum möglich machen wird. Für die Erweiterung und weitere Umbauten hatte sich der Kreistag entschieden, obwohl mit der gesetzlich in den allgemeinbildenden Schulen verankerten Inklusion der Ausbau von Förderzentren eigentlich überflüssig gemacht werden sollte.

Sowohl Bayerstorfer als auch Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) betonten ihre Verbundenheit mit der Katharina-Fischer-Schule, dem Sonderpädagogischen Förderzentrum. Sie sagten aber auch, sie seien sich sicher, dass die Arbeit eines Fördervereins in einer Art identitätsstiftend wirke, wie es nicht möglich wäre, wenn der Staat diese Wünsche erfüllen würde. Von der Ausstattung für den Pausenhof bis zum Zuschuss für Reitstunden leiste der Förderverein außergewöhnlich viel, sagte Bayerstorfer. Er erfahre die Arbeit des Vereins stets als sehr harmonisch und wirkungsvoll.

Gotz betonte die Bedeutung der Kreativität in der Schule; es gehe nicht immer allein um das Kognitive. Man lernt nicht aus, und man darf sich auch ruhig mal was trauen, das machten die Lehrer der Katharina-Fischer-Schule deutlich, die sich mit einer eilends zusammengestellten Lehrerband mutig an die Interpretation von Beethoven wagten. Sie wisse erst seit heute, dass sie so ein musikalisches Kollegium habe, sagte dazu Schulleiterin Dorothee Bolay.

Die Fördervereinsvorsitzende Heidi Schoch wie auch ihr langjähriger Vorgänger Klaus Jancke, der in einem Interview zu sehen war, schilderten den Werdegang. Er sei viel besser geworden, als er jemals geahnt hätte, sagte Jancke. Laut Schoch hat sich die Arbeit zuletzt hin in Richtung Kenntnisvermittlung verschoben. Ihr Dank ging an die zahlreichen Sponsoren, die mit großen Summen den Verein unterstützen. "Die Zielsetzung des Vereins hat sich nicht verändert: Die Kinder, die hier sind, brauche Unterstützung - mehr als alle anderen."