Sie haben geschwitzt, trainiert und um den Erfolg gezittert. Am Ende steht als Belohnung für die besten Sportler der Stadt Erding eine Ehrung durch Bürgermeister Max Gotz und den Sportreferenten Hermann Schießl, beide CSU. In der voll besetzten Aula der Grundschule am Ludwig-Simmet-Anger überreichte Gotz, der als junger Gewichtheber die Zeremonie auch aus der Sicht des Geehrten kennengelernt hat, am Montagabend eine Vielzahl von Medaillen und Urkunden und zeigte sich insgesamt zufrieden mit den sportlichen Erfolgen der Bürger.

Er wies darauf hin, dass diese Ehrung nur ein Schlaglicht auf die Spitze werfe. Eine genau so große Bedeutung messe er dem Breitensport bei und der sportlichen Betätigung der kleinen Kinder und der älteren Bürger. Das Geld für den Sport sei gut angelegt, sagte Gotz. 11,5 Millionen Euro habe die Stadt Erding in den vergangenen vier Jahren dafür ausgegebenen.
Sein Dank galt aber auch den Betreuern und Trainern, die mit ihrem Einsatz das breite Angebot der Vereine sicherstellten. Ein gutes Beispiel lieferten in der Pause sogleich die Kampfkatzen des Sportcenters KBV Erding von Heinz Klupp: Mädchen und Buben im Vorschulalter demonstrierten mit großer Ernsthaftigkeit vor dem amüsierten Publikum, wie man Schläge auf die Nase abwehrt, wie man richtig fällt und wie man - wenn es gar nicht anders geht - seinen Gegner angreift. Wahrlich furchterregend.
Unter den besten Sportlern fanden sich wieder ein paar gute alte Bekannte, für die es nicht die erste Ehrung durch die Stad Erding gewesen ist: die Eishockeymannschaft Erding Gladiators, die nimmermüden Tennisspieler Erwin Müller und Anette Zweck und die Leichtathleten David Gollnow und Benedikt Wiesend. Unter den mit Goldmedaillen geehrten Sportlern stach Pascal Winter heraus, der junge Erdinger Schwimmer, der für den SC Prinz Eugen München antritt. Er ist dreifacher Deutscher Meister. Ein Meister seines Fachs ist auch Sören Voigt, der mit jeder Art von Wurfgerät umgehen kann. Ob mit Diskus, Hammer oder Kugel: Voigt sammelt Siege bei Deutschen Seniorenmeisterschaften wie andere Menschen Bierdeckel.
Die Sportlerehrung brachte aber ebenso zutage, dass in den Erdinger Vereinen Sportarten gepflegt werden, denen nur selten die ihnen gebührende Aufmerksamkeit zuteil wird. So tanzt man in der Tanzschule Niestroys Tanzwelt nicht nur erfolgreich zu lateinamerikanischen Klängen, wie dies die Paare Katrin Kabjoll und Sven Cunow sowie Gabriele Ivanova und Marc Rogalski tun. Auch auf Hip Hop versteht man sich in der Tanzschule: Alisia Botthof und Alexandra Rademacher haben als Hip Hop-Duo den ersten Platz geholt bei den Deutschen Meisterschaften des DAT (Deutsches Amateur Turnieramt) geholt.