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Erding/St. Wolfgang:Genossenschaftsbanken wollen fusionieren

Die beiden Genossenschaftsbanken VR-Bank Erding und Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schwindkirchen wollen sich im kommenden Jahr zusammenschließen. "Die Rahmenbedingungen für Banken sowie die Herausforderungen aus der sich beschleunigenden Digitalisierung und der anhaltenden Minuszinsphase erhöhen den Veränderungsdruck auf die Banken und damit auch auf unsere Genossenschaften", heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung. Betont wird, dass bei der Fusion weder einen Personalabbau durch betriebsbedingte Kündigungen noch die Schließung von Geschäftsstellen geplant seien.

Erst vor drei Jahren war die VR Erding mit der Raiffeisen-Volksbank Isen-Sempt zusammengegangen. Nunmehr steht also schon die nächste Fusion an. Bei beiden Banken sei man "davon überzeugt, dass eine Bündelung ihrer Kräfte für beide Genossenschaften Vorteile bringt", heißt es in der Pressemitteilung. Die Aufsichtsräte haben demnach die jeweiligen Vorstände beauftragt, ein Konzept für die Fusion zu entwickeln, und die ersten Gespräch verliefen erfolgversprechend: "Hier schließen sich zwei kerngesunde Banken zu einer starken regionalen Kreditgenossenschaft zusammen."

Die VR-Bank Erding ist der deutlich größere Partner. Die Erdinger Genossenschaftsbank hatte zuletzt eine Bilanzsumme von 1,2 Milliarden Euro, die der Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schwindkirchen war mit 240 Millionen Euro nur ein Fünftel so groß. Bei der VR-Bank Erding arbeiten 205 Mitarbeiter in zehn Geschäftsstellen, beim Fusionspartner sind es 36 Angestellte in drei Filialen. Die Zahl der Mitglieder und der Kunden ist bei den Erdingern fast viermal so hoch. Als Vorteile einer Fusion wird genannt, dass sich "unsere angrenzenden Geschäftsgebiete entlang der neuen A 94 optimal ergänzen" und "Doppelarbeiten, die bis jetzt von beiden Banken erledigt werden müssen, künftig vermieden werden können".

© SZ vom 13.10.2020 / SZ
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