Leichathletik-EM in München:Vorbereitung für den großen Erfolg

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Leichathletik-EM in München: Auch die erfolgreiche Weitspringerin Malaika Mihambo kommt zum Training nach Erding.

Auch die erfolgreiche Weitspringerin Malaika Mihambo kommt zum Training nach Erding.

(Foto: Naoki Nishimura/IMAGO)

Das Team der deutschen Leichtathletik-Nationalmannschaft verlegt das Vorbereitungs-Camp in der Woche vor der EM in das Erdinger Sepp-Brenninger-Stadion. OB Max Gotz empfängt die Sportler für den Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

Von Niklas Behnke, Erding

Am 15. August beginnen die Leichtathletik-Europameisterschaften 2022 in München. Doch bevor es zur EM geht, absolviert die Nationalmannschaft des Deutschen Leichtathletik-Verbands ihr Trainingscamp in Erding. Am 11. August darf sich das Team sogar in das Goldene Buch der Stadt Erding eintragen. Wenige Wochen nach der Leichtathletik-WM 2022 in Eugene, USA, steht gleich das nächste Großereignis an: die Europameisterschaften in München. Die Leichtathletik-EM ist Teil der "European Championships 2022", deren Wettkämpfe bereits am 11. August mit Bahnradsport, BMX Freestyle, Gerätturnen, Rudern und Sportklettern beginnen. Der Leichtathletik-Wettbewerb startet am 15. August. Bereits vor 20 Jahren hat hier die Leichtathletik-EM 2002 stattgefunden.

Erst Kalifornien, dann Erding

Während das Pre-Camp des deutschen Teams für die Leichtathletik-WM am Küstenort Santa Barbara in Kalifornien stattfand, soll nun die EM-Vorbereitung in Erding stattfinden. Peter Schmitt, Pressesprecher des Deutschen Leichtathletik Verbands, schätzt zum einen die Nähe zu München und zum anderen die "Hilfsbereitschaft und Gastfreundlichkeit" der Stadt Erding. Zudem habe man bereits gute Erfahrungen mit der Vorbereitung für die EM 2002 in Erding gemacht. Janine Krzizok, Referentin für Sport und Freizeit des Erdinger Stadtrats, sieht das ähnlich. Zwar gebe es durchaus auch andere Standorte mit funktionalen Sportanlagen, doch biete Erding einfach ein gutes "Gesamtpaket". Erding sei eine "Sportstadt" und Sportlerinnen und Sportler, die zuvor hier waren, hätten sich "sehr wohl gefühlt". Die Wege seien kurz, insbesondere der nach München.

Training im Sepp-Brenninger-Stadion

Trainieren werden die Athletinnen und Athleten im Sepp-Brenninger-Stadion in Erding. Bereits vor wenigen Wochen fanden hier die Bayerischen Leichtathletik-Landesmeisterschaften statt. Kurz zuvor wurde die Sanierung des Stadions pünktlich fertig. Unter anderem war die Laufbahn sanierungsbedürftig, nun können aber Deutschlands beste Leichtathletinnen und -athleten im Stadion üben. So kurze Zeit vor einem großen Wettkampf seien hauptsächlich leichte Trainingseinheiten geplant, meint Peter Schmitt. Die Sportlerinnen und Sportler hätten auch Zeit für Pausen. Etwa die Hälfte der Nationalmannschaft werde anwesend sein, darunter auch die einzige Gold-Medaillen-Gewinnerin bei der WM 2022 Malaika Mihambo, die 400-Meter-Läuferin Alicia Schmidt sowie die Sprinterinnen Gina Lückenkemper und Alexandra Burghardt, die zusammen mit Tatjana Pinto und Rebekka Haase Bronze in der Sprintstaffel geholt haben. "In München wird angegriffen", verkündete Gina Lückenkemper. Eine Autogrammstunde ist nicht geplant. Allerdings sind die Sportlerinnen und Sportler am Donnerstag, 11. August, zu sehen, wenn sich die Nationalmannschaft in das Goldene Buch der Stadt Erding einträgt.

Ehre für herausgehobene Persönlichkeiten

Um 18 Uhr am Schrannenplatz in Erding findet die Veranstaltung statt. Wer sich in das Goldene Buch eintragen darf, entscheidet der Oberbürgermeister der Stadt Erding Maximilian Gotz. Eintragen dürfen sich nur "herausgehobene Persönlichkeiten", erläutert Janine Krzizok. Der Personenkreis beschränkt sich dabei auf Personen, die entweder aus Erding kommen oder sich in Erding aufhalten - so wie die deutsche Nationalmannschaft. Für Leichtathletinnen und Leichtathleten in Erding könne das Pre-Camp eine zusätzliche Motivation sein, den Sport zu betreiben und sich selbst Ziele im Sport zu setzen. Zudem kann die EM dem Sport möglicherweise einen Aufschwung geben.

Peter Schmitt freut sich darüber, dass München Austragungsort ist. Es sei natürlich immer etwas Besonderes für Athletinnen und Athleten, wenn sie ein internationales Großturnier im eigenen Land absolvieren könnten.

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