Erding:Spenden statt losen

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Rotary Club Erding sagt Weihnachtstombola ab

Zum zweiten Mal in Folge muss der Rotary Club Erding seine Weihnachtstombola absagen. Wenn alles wie geplant gelaufen wäre, hätten die Rotarier in diesem Jahr 40 000 Lose verkaufen wollen, und das geht nur auf dem Christkindlmarkt in Erding, wie der Rotary-Präsident Christian Otto in einer Mitteilung schreibt. "Wir haben 40 000 Lose zu verkaufen, wofür wir bei einem regulären Christkindlmarkt einen Zeitraum von rund vier Wochen benötigen." Ohne den Markt ließe sich nur ein Bruchteil dieser Lose verkaufen, eine Reduzierung der Losanzahl sei wegen des genehmigten Spiel- und Gewinnplanes, der Verschiebung der Gewinnquote und der "unvertretbaren Reduzierung des Reinerlöses" auch nicht möglich.

Die Tombola soll aber nicht ersatzlos entfallen. An ihrer Stelle startet der Rotary Club Erding eine Rotary-Weihnachtsspende, bei der mit der Öffentlichkeit, langjährigen Sponsoren und den Mitgliedern des Rotary Clubs ein "möglichst hohes vorweihnachtliches Spendenaufkommen" generiert werden soll. Der Erlös soll Kindern und Jugendlichen zugutekommen, die unter der Corona-Pandemie und den Einschränkungen besonders gelitten hätten. Das Geld soll daher den Fördervereinen der Grund-, Mittel-, Real- und Förderschulen im Stadtgebiet Erding zugute kommen. Die Fördervereine haben demnach bereits konkrete Projekte benannt, für die sie die Spenden gut gebrauchen könnten. So benötigt die Mittelschule Erding Loderer Platz Unterstützung für ein Filmprojekt, die Mittelschule Altenerding für eine vertiefte Berufsoptimierung und die Carl-Orff-Grundschule für eine Ergänzung der Hüpfspiele auf dem Pausenhof, die dem spielerischen Lernen dienten. Die Katharina Fischer Schule möchte Schwimmkurse für Nichtschwimmer anbieten und ein Musik- und Tanzprojekt; die Herzog Tassilo Realschule will mit dem Geld einen Workshop "Keine Macht den Drogen" für die achten Klassen veranstalten sowie einen Erste Hilfe- Workshop. Noch lieber hätte man Schulen im gesamten Landkreis einbezogen, schreibt Otto. Der Verwaltungsaufwand wäre aber unlösbar geworden und der Anteil für jede Schule wäre auf eine Größe reduziert worden, "der keine sinnvollen Förderung einzelner Projekte mehr darstellt".

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