Erding:Scharf will echte Quote in der CSU

Der Frauenanteil in ihrer Partei sei "immer noch erschreckend gering"

Die Erdinger Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf fordert als Landesvorsitzende der Frauen-Union die freiwillige Selbstverpflichtung der CSU zur Frauenquote bei der Besetzung von Parteigremien ernst zu nehmen. 2019 hatte der CSU-Parteitag eine 40 Prozent-Frauenquote in Kreisvorständen und die 50 Prozent in engeren Vorständen als freiwillige Quote beschlossen. Ein echte Frauenquote, wie sie Scharf und die Frauenunion damals gefordert hatte, fand keine Mehrheit.

Frauen seien nach wie vor unterrepräsentiert, stellt Scharf erneut fest: "Der Frauenanteil in den Parlamenten, kommunalen Gremien und vor allem auch in unseren parteiinternen Strukturen ist immer noch erschreckend gering. Wenn wir mit Hilfe der freiwilligen Selbstverpflichtung keine Fortschritte erzielen, muss die Einführung einer verpflichtenden Frauenquote erneut auf den Tisch." Scharf bezieht sich explizit auf eine aktuelle Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im großen Interview in der Wochenendausgabe des Süddeutschen Zeitung hatte Merkel gesagt: "Wenn man eine Volkspartei sein will, muss man der Parität nahekommen und sie wollen."

Scharf schreibt: "Unsere Gesellschaft wird nicht richtig abgebildet - das muss sich jetzt ändern. Frauen wollen sich einbringen und Verantwortung übernehmen. Wir müssen ihnen auch die Chance dazu geben. Wir können es uns nicht länger leisten auf die Kompetenzen, Erfahrungen und Sichtweisen von Frauen und Männern zu verzichten. Nur in gemischten Teams werden wir wieder erfolgreicher sein." Und sie kündigte an, die CSU-Soll-Quoten in allen Verbänden überprüfen zu lassen.

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