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Erding:Online-Diskussion zur Seenotrettung

Die Grünen-Fraktion im Kreistag hatte im vergangenen Herbst einen Antrag zur Unterstützung der internationalen Initiative Seebrücke gestellt und gefordert, dass auch der Landkreis Erding ein "sicherer Hafen" für geflüchtete Menschen werden sollte, die im Mittelmeer aus Seenot gerettet werden. Aktuell gehören der Initiative Seebrücke 234 deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise an. Der Antrag der Erdinger Grünen wurde von Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) als unzulässig abgelehnt und gar nicht erst behandelt. Nun wollen die Grünen bei einem Videotreffen mit dem Titel "Seenotrettung ist humanitäres Gebot!" am kommenden Sonntag, 7. März, von 11 bis 12 Uhr über die aktuelle Situation berichten und sprechen. "Die Lage im Mittelmeer ist nach wie vor dramatisch", heißt es in der Ankündigung zu der Veranstaltung. Und weiter: "Den Bootsflüchtlingen muss nach Anlandung in einem sicheren europäischen Hafen eine menschenwürdige Aufnahme und Zugang zu einem fairen Asylverfahren gewährt werden". Die Fürstenfeldbrucker Bundestagsabgeordnete Beate Walter-Rosenheimer wird über die Diskussion auf Bundesebene informieren. Der Erdinger Dietmar Enderlein wird aus eigener Erfahrung von seinen fünf Wochen auf dem Rettungsschiff Alan Kurdi im Mittelmeer berichten. Den Einwahllink erhalten Interessierte per E-Mail an helga.stieglmeier@gruene-erding.de.

© SZ vom 02.03.2021 / SZ
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