Stadtrat Erding:Eine Million für den Abbruch

Lesezeit: 1 min

Stadtrat Erding: Ein Bild von einem bayerischen Wirtshaus: Der frühere Mayr-Wirt in Erding.

Ein Bild von einem bayerischen Wirtshaus: Der frühere Mayr-Wirt in Erding.

(Foto: Renate Schmidt)

Mit dem Abriss des Traditionsgasthauses Mayr-Wirt soll es am 4. Oktober losgehen. Ob der Termin zu halten ist, ist ungewiss. Sicher ist dagegen, dass es richtig teuer wird.

Von Regina Bluhme, Erding

Die Tage des ehemaligen Gasthofs Mayr-Wirt in der Erdinger Altstadt sind gezählt. Die Abbrucharbeiten sollen kommende Woche beginnen. Ob es tatsächlich am 4. Oktober losgeht, wie im Juli im Planungs- und Bauausschuss ursprünglich anvisiert, konnte die Stadtverwaltung auf Nachfrage nicht bestätigen. Sicher ist aber, dass der Abbruch richtig teuer wird. Am Donnerstag hat der Stadtrat beschlossen, in den Nachtragshaushalt eine Million Euro für den Abriss aufzunehmen.

Bis die großen Bagger anrücken und die Hauswände einreißen, wird es noch ein wenig dauern. Zunächst muss die Baustelle am Grundstück an der Haager Straße 4 eingerichtet werden. Eins gilt aber als ziemlich sicher: Ende des Jahres wird das Gasthaus verschwunden sein.

Wegen eklatanter Mängel bei Bauzustand und Brandschutz beschloss man den Abriss

2009 hatte die Stadt das Haus, den Grund und weitere Flächen des Mayr-Wirts gekauft. Die Schließung und der Abriss waren aufgrund eklatanter Mängel bei Bauzustand und Brandschutz beschlossen worden. Auf der Rückseite des Grundstücks sind ein paar Jahre zuvor bereits die frühere Fleischfabrik und weitere Gebäude abgebrochen worden. Diese Fläche wird seitdem als Parkplatz genutzt.

Irgendwie unvorstellbar, dass demnächst die Bagger anrücken, um die Traditionsgaststätte mit den markanten rot-weißen Fensterläden dem Erdboden gleichzumachen. Zunächst wird das Gebäude komplett entrümpelt und entkernt. Zugleich erfolgt der Ausbau schadstoffhaltiger Bausubstanzen im Boden. Für die Zeit dieser Arbeiten muss ein Teil des rückliegende Parkplatzes für die Baustelleneinrichtung belegt werden. Dann wird zunächst der südliche Gebäudeteil bis zum Erdgeschoss abgerissen, dann der nördliche Teil, bis schließlich die "Tiefenenttrümmerung" bis zu den Fundamenten erfolgt.

Vor kurzem hat der Planungs- und Bauausschuss Abbrucharbeiten in Höhe von rund 593.000 Euro vergeben. Eine Firma aus Simbach setzte sich mit ihrem Angebot gegen neun Mitbewerber durch, darunter drei aus dem Landkreis Erding.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema