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Erding:Lärmschutzgipfel für A 94

CSU-Abgeordnete laden Behörden und Bürger zum Treffen am Freitag

Der Besuch von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei lärmgeplagten A 94-Anwohnern am 8. Januar in Hammersdorf, bei dem Söder Tempolimits vom 1. Februar an verkündete, galt bisher als der Höhepunkt der Ereignisse seit der Eröffnung der Isentalautobahn. Nun aber wollen Stephan Mayer (CSU), Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Altötting-Mühldorf, und Marcel Huber (CSU), Landtagsabgeordneter aus dem Landkreis Mühldorf sowie ehemaliger Umwelt- und Staatskanzleiminister, noch höher hinaus und laden zu einem "Lärmschutzgipfel A 94". Das Treffen auf höchster Ebene findet an diesem Freitag, 24. Januar, um 14 Uhr im Bürgerhaus Rattenkirchen statt.

In der Einladung zu der öffentlichen Veranstaltung heißt es: "Gemeinsam mit der Autobahndirektion Südbayern, dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, der Regierung von Oberbayern, Vertretern des Konsortiums Isentalautobahn und weiteren Behördenvertretern wollen wir zum einen sachlich informieren, zum anderen zuhören. Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Vorschläge. Unser Ziel ist es, für die Anwohner der A 94 den bestmöglichen Lärmschutz mit wirksamen Maßnahmen zu erreichen."

Der Bundestagsabgeordnete Mayer teilte zuletzt in der vergangenen Woche mit, er wolle, dass die angekündigten Tempolimits auf der A 94 höchstens ein halbes Jahr dauern dürften und nach sechs Monaten automatisch auslaufen müssten. Das bayerische Innenministerium hatte angekündigt, dass es eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf maximal 120 Stundenkilometer so lange geben werde, bis ein neues Lärmgutachten zur A 94 vorliege. Eine zeitliche Festlegung, wann das der Fall sein werde, machte das Innenministerium nicht. Es ist auch noch nicht bekannt gegeben worden, wo überall auf der 33 Kilometer langen Neubaustrecke zwischen Heldenstein und Pastetten das Tempolimit eingeführt wird.

Die Grünen-Abgeordneten Johannes Becher und Anders Krahl fordern in einer Landtagsanfrage konkrete Aussagen dazu. Außerdem wollen sie wissen, wie zuvor geltend gemachte rechtliche Hindernisse gegen ein Tempolimit aus dem Weg geräumt worden sind. Eine Onlinepetition gegen ein Tempolimit auf der A 94 hatten bis Dienstagabend schon mehr als 15 000 Menschen unterstützt.

© SZ vom 22.01.2020 / flo
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