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Erding:Lärmmessungen haben begonnen

Seit einer Woche wird an sechs Stellen an der A 94 aufgezeichnet

Die Tempo 120-Schilder auf der Isentalautobahn werden nun zügig abgeklebt oder gleich ganz abtransportiert. Fast gleichzeitig mit der Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung haben dafür die seit langem geplanten Verkehrslärmmessungen bei A 94-Anwohnern begonnen. Seit einer Woche wird an sechs Stellen entlang des 33 Kilometer langen Neubauabschnitts der Lärm aufgezeichnet: Bei einem Anwesen in der Gemeinde Buch am Buchrain, auf Lengdorfer Gemeindegebiet in Daglspoint und Außerbittlbach, in Watzling bei Dorfen sowie in Obertaufkirchen und Rattenkirchen im Landkreis Mühldorf. Die Messungen werden zwei Monate laufen, sagt Josef Seebacher, der Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern. Zwei weitere Monate brauche es anschließend für die Auswertung der Ergebnisse und die Abfassung eines Berichts, der Ende des Jahres ans bayerische Verkehrsministerium geschickt wird, welches ihn wiederum dem Landtag vorlegen wird, der die Messungen schon Anfang 2019 in Auftrag gegeben hat.

Die Lärmmessungen, die ursprünglich an Ostern beginnen sollten, waren wegen der Corona-Pandemie verschoben worden. Während des Lockdowns war der Verkehr auf der Autobahn erheblich zurückgegangen. Mittlerweile herrscht wieder Normalbetrieb. Die Messorte seien zwar wenige, räumt Seebacher ein. "Wir wollten eigentlich noch mehr machen." Die Experten hätten jedoch ein Anzahl weitere möglicher Standorte ausgesondert, weil sie zu weit weg von der Autobahn lägen oder "aus anderen Gründen nicht geeignet waren". Die sechs ausgewählten Messstellen seien "exemplarisch und repräsentativ". Die Messapparaturen sind in jeden Fall an Wohnhäusern aufgestellt, für die vorher der voraussichtliche Lärm an dieser Stelle berechnet war. Das sollte einen Vergleich am Ende der langwierigen Prozedur sinnvoll und aussagekräftig machen.

© SZ vom 09.09.2020 / flo
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