Kunst kann sichtbar machen, was nicht zu sehen ist. Ideen zum Beispiel, oder Gefühle. Kunst kann Augen öffnen für Situationen und Lebensumstände, über die oft hinweggesehen wird. Beide Aspekte verbindet die Jahresausstellung des Kunstvereins Erding, die unter dem Titel „(Sichtbar Unsichtbar)“ steht.
Mit dem Thema wolle der Verein nicht nur aktuelle künstlerische Arbeiten zeigen, „sondern auch gesellschaftliche Fragen aufwerfen – zu Wahrnehmung, Identität, Ausgrenzung und Präsenz“, sagt Vorsitzender Frank Halatsch. Für ihre Skulptur „Homeless“ erhielt die Erdinger Künstlerin Judith La den ersten Preis des jährlich verliehenen Kunstpreises. Das Werk aus Pappe und Papier zeigt einen auf dem Boden liegenden Obdachlosen.
56 ganz unterschiedliche Werke sind im Frauenkircherl zu sehen. Ein Objekt, ein mit Totenschädeln gespickter echter Blumenkohl mit dem Titel „Blumenkohl a la Monsanto – guten Appetit“, wurde kurzzeitig entfernt. Nicht aus politischen Motiven, wie der Verein glaubhaft versichert, sondern aus Geruchsgründen. Die Künstlerin Sylvia Frey aus Steinkirchen hat den ursprünglichen Blumenkohl inzwischen durch einen frischen ersetzt.
Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 17. August, täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

