Stadtentwicklung in Erding:Ein Bürgertreff für Klettham

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Das Büro vom Quartiersmanagement Klettham-Nord. Im Hintergrund ist die evangelische Erlöserkirche zu sehen. (Foto: Renate Schmidt)

Der Stadtrat beschließt, dass das Quartiersmanagement weitere zwei Jahre das Stadtviertel mitentwickeln soll. Noch heuer will das Quartiersbüro den Container verlassen und ein paar Meter weiter feste Räumlichkeiten beziehen.

Von Regina Bluhme, Erding

Der gläserne Würfel an der Friedrichstraße 11 a in Erding-Klettham dient seit knapp vier Jahren als Büro fürs Quartiersmanagement. Hier ist die Anlaufstelle für alle, die sich im Städtebauförderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" einbringen wollen, um die Wohn- und Lebensqualität und auch den Zusammenhalt im Viertel zu stärken. 2024 wird das Büro in ein festes Gebäude umziehen. Quartiersmanagerin Stefanie Auer hat am Dienstag im Stadtrat die vielfältige Arbeit des vergangenen Jahres vorgestellt.

"Raus aus dem Container" soll es nach den Worten von Christian Famira-Parcsetich möglichst bald gehen. Wie der Leiter der Stadtentwicklung am Dienstag informierte, wird die Stadt ein Gebäude an der Friedrichstraße 14 für das künftige Quartiersbüro und für einen Gruppenraum instand setzen und umbauen. Bislang finden die Veranstaltungen im benachbarten evangelischen Pfarrheim statt. Stefanie Auer rechnet damit, dass im zweiten Quartal das neue Quartiersbüro eröffnet werden kann.

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Verändern will sich auch der Quartiersbeirat. Dieser hatte sich 2021 konstituiert aus Vertretern von Vereinen, den Kirchen, sozialen Einrichtungen, der Stadtverwaltung sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Nun sind Mitglieder an Stefanie Auer herangetreten. Sie wollen einen Verein gründen zur besseren Planung und Finanzierung von künftigen Veranstaltungen. Zweite Bürgermeisterin Petra Bauernfeind (Freie Wähler) unterstützte diesen Vorstoß. Sie habe bereits einige Stadtteilvereine begleitet, sagte Stefanie Auer, und könne diese nur empfehlen. Einen Namen gibt es auch schon: Bürgerverein "Freunde Kletthams".

Auf eine größere Baustelle muss sich das Viertel einstellen. Dort, wo heute noch Autos parken, soll ein Treffpunkt für alle Bewohner und Bewohnerinnen Kletthams entstehen. Mit einem "Baustellenmarketing", einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit, sollen die Arbeiten im Bereich Friedrich- und Karlstraße begleitet werden, kündigte Stefanie Auer im Stadtrat an.

Die Seniorengymnastik hat sich als "der Renner" erwiesen

Inzwischen haben sich einige Projekte bestens etabliert, wie Stefanie Auer in ihrem Jahresrückblick aufzählte. Als Beispiel nannte die Quartiersmanagerin das Projekt "Eden für jeden", das 30 Hochbeete für die Kletthamer zur Verfügung stellt und das sehr gut angenommen wird. Gut besucht sind auch regelmäßige Veranstaltungen wie Lesungen, Bastelstunden, Spielevormittage. Seniorengymnastik habe sich als "der Renner" erwiesen. Mehrere Hundert Besucher kamen zum Interkulturellen Stadtteilfest im Sommer nach Klettham. Alles hat bisher geklappt - nur der Bauernmarkt am Wochenende ist wieder eingestellt worden. Immerhin ein Anbieter steht jeden Samstag in Klettham und bedient mittlerweile Stammkundschaft.

"Da ist schon was gewachsen in Klettham", lobte OB Max Gotz. Aus diesem Prozess könne die Stadt nur lernen, auch wenn es um die künftige Bebauung am Fliegerhorst gehe. Die Stadträte beschlossen einstimmig, das Quartiersmanagement, das im Sommer 2024 ausläuft, um weitere zwei Jahre zu verlängern - vorbehaltlich den staatlichen Förderzusagen. Das jährliche Honorar wird mit 70 000 Euro veranschlagt.

Die nächste Veranstaltung in Erdinger Stadtteil Klettham Nord ist das Spiele- und Kulturfestival "Volltreffer" am Samstag, 2. März, von 13 bis 16 Uhr. Auf dem Parkplatz an der Friedrichstraße 11 können Besucher und Besucherinnen vielfältige Tischspiele ausprobieren, kündigt die Stadt in einer Pressemitteilung an.

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