Erding:Im Zeichen der Vielfalt

"Bunt statt Braun" beteiligt sich an der Interkulturellen Woche

Von Antonia Koch, Erding

Zum ersten Mal beteiligt sich das Erdinger Bündnis "Bunt statt Braun" an der bundesweiten Interkulturellen Woche. Petra Bauernfeind, Karin Kreutzarek und Ulla Dieckmann, Sprecherinnen von "Bunt statt Braun", haben am Freitag in einem Pressegespräch das Programm für Erding mit Schwerpunkt auf Interkulturalität und Vielfältigkeit vorgestellt.

Den Auftakt bildet eine ökumenische Andacht in der St. Johannes Kirche am Samstag, 25. September, begleitet von dem "gesprengten Ring" - einer Skulptur, die anlässlich des 40. Jahrestages des Oktoberfestattentates 1980 von Anna und Andreas Eichlinger erschaffen wurde. Der Ring solle eine Vielfaltsgesellschaft symbolisieren und somit im Zusammenhang mit dem Motto #offengeht der Woche stehen: Der Fokus liege auf einer offenen und solidarischen Gesellschaft. Zeitgleich zur Interkulturellen Woche findet am Sonntag, 26. September, der Erdinger Corona-Stadtlauf vom Verein Trisport statt. Das passt: Sport sei völkerübergreifend und gerade die Vereine hätten eine große Integrationsfähigkeit, betonten die Sprecherinnen.

Zum Programm gehört auch der Vortrag in der Stadtbücherei Erding am Dienstag, 28. September. Nikolaus Nützel referiert zum Thema "Diskriminierungsfreie Sprache". Am Donnerstag, 30. September, ist im Sonic ein Workshop des Gesellschaftswissenschaftlichen Instituts München für Jugendliche ab 14 Jahren geplant, durchgeführt von zwei Studentinnen und finanziert von "Bunt statt Braun". Dabei soll es um die Auseinandersetzung und den konstruktiven Umgang mit Rechtsextremismus gehen, wie beim Pressegespräch zu erfahren war. Schließlich verwiesen die Sprecherinnen auf den Vortrag "Ein Elefant für den Papst" von Martin Zimmermann am Freitag, 1. Oktober, bei der Volkshochschule Erding. Dabei gehe es zurück in die Zeit der Entdecker - ein Vortrag zum Thema Kolonialismus. Ein Stadtspaziergang, der am 2. Oktober von 14 Uhr an zu "Orten gelungener Integration" führt, erzählt die Geschichten von Erdingern und Erdingerinnen mit Migrationshintergrund.

Die Interkulturelle Woche wird organisiert von der Deutschen Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Seit 1975 findet die Initiative in nun mehr als 500 Städten und Gemeinden statt.

© SZ vom 18.09.2021
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