Einiges zu tun hatte die Polizei am Freitagabend auf dem Erdinger Herbstfest, da sich mehrere Besucher danebenbenahmen und teilweise handgreiflich wurden. Besser lief es dann am Samstagabend, trotz hoher Besucherzahlen sei das Fest laut Polizeiinspektion Erding an diesem Tag störungsfrei verlaufen.
Der wohl schwerwiegendste Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Samstag um etwa 0.18 Uhr. Da schlug ein 31-Jähriger einem 48-Jährigen, beide aus Erding, vor dem Bierzelt unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Durch den Schlag wurde die Frontprothese des 48-Jährigen zerstört und er erlitt Verletzungen an der Oberlippe. Der 31-Jährige entfernte sich anschließend. Die Auseinandersetzung wurde allerdings von den Überwachungskameras aufgezeichnet, sodass die Polizei den 31-Jährigen später in der Erdinger Innenstadt aufgreifen und seine Personalien feststellen konnte.
Bereits gegen 23 Uhr versuchte ein 27-Jähriger aus dem Landkreis Erding auf dem Festplatz einen Ironman-Metallaufsteller eines Fahrgeschäfts zu entwenden. Der Betreiber des Karussells hielt den jungen Mann auf, wobei der Metallaufsteller zu Bruch ging, und übergab den 27-Jährigen an die Polizei. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 500 Euro.
Ebenfalls auf illegaler Souvenirjagd waren ein 24-Jähriger und ein 21-jähriger Österreicher, die zwischen 23 und 0.30 Uhr mehrere Wanddekorationen aus dem Bierzelt mitgehen ließen. Eine Polizeistreife erwischte die beiden am Gries in Erding und stellte bei ihnen zwei Bilder sowie ein Blechschild sicher. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Österreicher wieder entlassen.
Zu guter Letzt machte noch ein 24-Jähriger Ärger, der zunächst gegen 23.50 Uhr auf dem Festgelände drei Polizisten beleidigt hatte. Er wurde angezeigt und erhielt einen Platzverweis, war wenig später aber erneut auf dem Volksfestplatz unterwegs, daraufhin wurde er, wie es im Bericht heißt „von den Polizeibeamten vom Festgelände geleitet“.

