Erding Der Teamplayer tritt wieder an

Der alte Landrat will auch der neue werden: In Lengdorf wählt die CSU Martin Bayerstorfer zu ihrem Kandidaten für die Kommunalwahl 2014. Es wäre seine dritte Amtszeit

Von Alexandra Maier

Landrat Martin Bayerstorfer möchte sein Amt behalten

(Foto: Bauersachs)

Martin Bayerstorfer will wieder Landrat werden. Das formulierte er klar bei einer CSU-Versammlung am Donnerstagabend in Lengdorf. Rein formal steht der Kandidatur nun nichts mehr im Wege: Die Delegierten sprachen sich mit einer großen Mehrheit für Bayerstorfer als Landratskandidaten der CSU im Landkreis Erding aus: Von 175 abgegebenen Stimmen entfielen 165 auf Bayerstorfer. Zum ersten Mal wurde er 2002 zum Landrat gewählt und 2007 bestätigt.

Schon zum zweiten Mal in kurzer Zeit war der Saal im Gasthaus Menzinger in Lengdorf voll mit CSU-Mitgliedern. Vor wenigen Wochen kam Ministerin Ilse Aigner, diesmal ging es darum, Landrat Martin Bayerstorfer zu hören und ihren Landratskandidaten für 2014 zu nominieren. Bayerstorfer blickte in seinem Rechenschaftsbericht zurück auf die vergangenen sechs Jahre Kommunalpolitik. Er fand persönliche Worte für seine langjährigen Wegbegleiter, lobte vor allem die Zusammenarbeit mit der Stadt Erding und den anderen Kommunen und sparte auch Themen nicht aus, bei denen nicht immer nur schwarze Zahlen geschrieben werden - im Gesundheitssektor zum Beispiel. Bayerstorfer sprach sich in einem "klaren Plädoyer" für die beiden Klinik-Standorte Erding und Dorfen aus. Denn stationäre Versorgung gehöre in "erreichbare Nähe der Bürger", sagte er. Deswegen sollen die beiden Standorte nicht nur gehalten, sondern auch weiterentwickelt werden. Mit einigen Einrichtungen sei das bereits geschehen. Bayerstorfer nannte beispielhaft das Ärztehaus in Dorfen, die Dialyse-Einheit sowie die neue Schlaganfalleinheit in Erding.

125 000 Euro habe der Landkreis in diesem Jahr in seine Schulen investiert. Bayerstorfer stellte in diesem Zusammenhang den Mut zur Innovation heraus. "Das Kreidezeitalter ist schon lange vorbei", sagte er. Mit der Anschaffung der neuen White-Boards habe man bewiesen, dass man sich neuen Medien nicht verschließe, denn "im Alltag arbeiten die Kinder und Jugendlichen schön längst damit." Wichtig erscheint es ihm auch, Schülern und Eltern Wahlmöglichkeiten zu lassen: Ganztagesangebote ja, ein Zwang zur Ganztagsklasse nein. Bayerstorfer sprach die Förderung von Vereinen und Verbänden, des Ehrenamts und der Kultur an: "Ich bin froh, dass es hier noch Zuschüsse gibt, wo andere Landkreise längst sparen."

Die "hervorragende Arbeitsmarktsituation", die trotz dem starken Bevölkerungswachstum im Landkreis Erding seit mehr als zwanzig Jahren gehalten werden könne, schrieb Bayerstorfer nicht alleine der Politik zu. Vor allem die mittelständischen Betriebe würden hier ihren Beitrag leisten.

Bayerstorfer sprach aber nicht nur von den Leistungen der Vergangenheit, sondern auch von den Aufgaben und Herausforderungen der Zukunft. Bei der Energiewende dürfe es nicht alleine bei Planungsgrundlagen bleiben: "Wir müssen selber aktiv in die Produktion einsteigen und Bürgerbeteiligungsmodelle entwickeln." Alleine durch die Geothermie in Erding ließen sich neun Millionen Liter Heizöl jährlich einsparen, so Bayerstorfer. Es gelte, vorhandene Potenziale zu nutzen.

"Moderne und ehrliche Politik für die Bürger" will Bayerstorfer auch weiterhin machen und natürlich zum Landrat wiedergewählt werden: "Weil ich es gerne mache und mein Herz für diesen Landkreis schlägt."

Anhaltender Applaus gab es nach dem Rechenschaftsbericht. Und da verwunderte es auch nicht, dass aus den Reihen der Delegierten eben nur ein Name für die Kandidatur um Landrat kam: Martin Bayerstorfer. Er verfüge nicht nur über die nötige Erfahrung in der Politik, Bayerstorfer sei auch ein Teamplayer mit Führungsqualitäten und er könne eine große Bandbreite an Themen abdecken, sagte Erdings Oberbürgermeister Max Gotz, der den offiziellen Vorschlag formulierte.

Die Delegierten im Gasthaus Menzinger waren sich einig: Bayerstorfer habe sie nicht nur in seiner Rede, sondern auch in den vergangenen sechs Jahren durch seine Arbeit und seine Art und Weise sein Amt zu führen, überzeugt.