Der Erdinger Tanz- und Nachtclub Weekend lädt an den kommenden drei Wochenenden zur Abschiedsparty ein. Unter dem Motto „Kill the Weekend“ wird „The last Dance“ angekündigt. Danach hat es sich erst einmal ausgetanzt im einzigen Tanzclub der Großen Kreisstadt. Gastronom David Ritter bereitet zwar nach eigenen Angaben eine spätere Wiederbelebung vor, aber wie diese aussehen wird, das ist noch sein Geheimnis. Umso lieber redet der Eventgastronom, Festwirt und Stadtrat über seine Projekte im Dorfener Tonwerk.
„Kill the Weekend“ – diese Aufforderung postet der Erdinger Club in roten, blutgetränkten Großbuchstaben auf Social Media. Ja, es stimmt: „Jetzt wird das Weekend gekillt“, bestätigt David Ritter auf Nachfrage am Telefon. Ritter hat den Club seit einigen Jahren hinter dem Volksfestplatz betrieben, zunächst als Pächter, jetzt nach eigenen Angaben zusammen mit Manfred Kolbeck als Betriebsleiter. Gelaufen ist die Disco immer gut, bis auf die temporäre Schließung wegen Brandschutz- und Schallschutzproblemen und Corona. Der erste letzte Tanz startet am Samstag, 27. Juli. Dann wird an den folgenden beiden Wochenenden noch mal richtig abgefeiert.
Und dann? „Es wird was Neues geben. Aber das ist noch ein Geheimnis“, sagt Ritter. Einen möglichen Eröffnungstermin oder ein Konzept will er nicht verraten. Den dazugehörigen Sommergarten werde es aber weiterhin geben, versichert der Gastronom. Erst im Februar dieses Jahres hat David Ritter seine Kennedy Bar in Erding aufgegeben. Zehn Jahre hatte er als Pächter das beliebte Lokal am Schönen Turn betrieben. Im Mai haben die Wirtsleute des Restaurants Wanderer in Erding-Klettham das Kennedy als zusätzliches Lokal übernommen und als Wanda wiedereröffnet.
Es sieht ganz so aus, als orientiere sich Ritter mehr Richtung Dorfen. Seit gut zwei Jahren ist er Geschäftsführer der Tonwerk GmbH auf dem Gelände des ehemaligen Ziegelbrennerei Meindl in Dorfen. Das riesige Areal der 2016 stillgelegten Dachziegelfabrik hat der Dorfener Immobilienunternehmer Robert Decker vor sechs Jahren erworben. Inzwischen ist mit dem Tonwerk ein Kultur-, Party- und Veranstaltungsgelände entwickelt worden. Es gibt dort mehrere Lokale: ein Restaurant, Clubs, Bars, auch einen Escape-Room.
Was auf dem Meindl-Gelände in Dorfen entstehe, werde alles verändern
Bei der Noah Rooftop Bar gerät Ritter richtig ins Schwärmen. Etwas Vergleichbares gebe es in ganz Bayern nicht. „Schon allein der Blick von oben ins Isental, das ist einzigartig“. Überhaupt, was hier auf dem Meindl-Gelände entstehe, das werde alles im Veranstaltungsleben im Landkreis verändern, ist er überzeugt. Aktuell werde die Noah Rootop Bar ausschließlich für Firmenevents oder Hochzeiten genutzt, gerade sei er jedoch dabei, die Genehmigung für eine allgemeine Öffnung zu erhalten.
Auch der Tanzclub Heizwerk im Tonwerk läuft. Die Disco legt gerade eine Sommerpause ein, sobald es nicht mehr so heiß ist, geht es dort wieder weiter, so Ritter. „Ich kann nur sagen, wir sind einer der beliebtesten Spots“, sagt der Geschäftsführer der Tonwerk GmbH. Die Lage und das Angebot seien einzigartig.
In Erding ist er weiterhin aktiv, seit vergangenem Jahr auch als Festwirt
Es ist aber nicht so, dass David Ritter in Erding keine neuen Projekte anpacken würde. Nach der Premiere im Jahr 2023 betreibt er auch heuer wieder als Festwirt auf dem Volksfest Erding zusammen mit Manfred Kolbeck die doppelstöckige „Erdinger Hüttn“.
Sein wichtigstes Projekt in Erding ist erst fünf Wochen alt: Seine kleine Tochter Emilia. Ehefrau Laura, die ihn seit zwei Jahren im Personalwesen unterstützt, sei seine große Stütze, betont Ritter. Zeit für Hobbys bleibe im Moment nicht. „Mein Hobby ist meine Familie und die Arbeit.“

