VerteidigungBundeswehr verstärkt Forschung in Erding

Lesezeit: 1 Min.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (Mitte) lässt sich bei seinem Besuch des Innovationslabors am Wehrwissenschaftlichen Institut für Werk- und Betriebsstoffe unbemannte Systeme vorführen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (Mitte) lässt sich bei seinem Besuch des Innovationslabors am Wehrwissenschaftlichen Institut für Werk- und Betriebsstoffe unbemannte Systeme vorführen. (Foto: Peter Kneffel/dpa)

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius besucht den ehemaligen Fliegerhorst in Erding. Dort soll künftig moderne Verteidigungstechnologie gebündelt vorangetrieben werden.

Von Regina Bluhme, Erding

Auf dem Gelände des ehemaligen Erdinger Fliegerhorsts wird die Bundeswehr ein Innovationszentrum für militärische Forschung errichten. Das hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bei einem Besuch auf dem Fliegerhorst am Dienstag bestätigt. „Hier entsteht die Zukunft der Bundeswehr“, erklärte er. Dabei ist diese Zukunft bereits Gegenwart: Auf dem Gelände wurde 2022 das Innovationslabor mit direkter Anbindung an das dortige Wehrwissenschaftliche Institut für Wehr- und Betriebsstoffe aufgebaut und eröffnet.

Im Innovationslabor arbeiten Start-ups mit der Bundeswehr zusammen.  Oder wie es Pistorius sagte: „Kluge Köpfe mit frischen Ideen“ werden mit den Anforderungen der Bundeswehr zusammengebracht. So könne die Zeitspanne von Forschung bis zur Implementierung verkürzt werden: „Es geht schneller und ist immer State of the Art“, so Pistorius. Geforscht wird in Erding unter anderen an unbemannten Systemen und dem Einsatz von KI, und was da schon alles geht, hat Pistorius seinen Worten zufolge sehr beeindruckt.

Verschiedene Start-ups, die mit dem Innovationslabor kooperieren, stellten sich am Dienstag vor. KI-gesteuerte Drohnen stiegen auf dem Gelände in den Himmel auf. Einige der in Erding entwickelten Drohnen sind bereits in der Ukraine im Einsatz.  Besonders beeindruckt zeigte sich Pistorius von einem jungen Unternehmen, das nach eigenen Angaben in Europa produzierte Prozessoren vorstellte. „Wir brauchen unsere etablierten Unternehmen, wir brauchen aber auch mehr und mehr Start-ups“, so Pistorius. Im neuen Innovationszentrum sollen Nutzer, Forscher, Planer und Beschaffer noch enger verzahnt werden.

Hochtechnologie solle dadurch aktiv vorangetrieben werden, um schnell auf technologische Veränderungen reagieren zu können, so der Verteidigungsminister. Der Standort Erding sei für das Zentrum ideal: Das Gelände liege in der Nähe zu München und den dortigen Universitäten, der stillgelegte Fliegerhorst könne als Testgelände genutzt werden und es gebe dazu die direkte Anbindung an das Wehrwissenschaftliche Institut für Wehr- und Betriebsstoffe. Eine genaue Angabe, wann es mit dem Zentrum losgehen soll, gab es am Dienstag seitens Pistorius nicht. Er ließ aber keinen Zweifel daran, dass es möglichst schnell gehen soll.

Auf jeden Fall werde er nochmals an das Innovationslabor am Fliegerhorst Erding kommen und sich eingehend über die Drohnen-Projekte informieren, „ganz sicher“, betonte Pistorius. Diesmal aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Energiewende
:Landkreis Erding stimmt Vorgehen bei Windkraft ab

Die von den Kommunen getragene Energievision Landkreis Erding und die genossenschaftliche BEG Isental vereinbaren, sich bei Projekten abzustimmen.

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: