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Erding:Bombendrohung in Taufkirchen

Absuche am Isar-Amper-Klinikum endet zum Glück ergebnislos

Im Isar-Amper-Klinikum sind am Dienstag, gegen 17.40 Uhr, mehrere Telefonanrufe eingegangen, bei denen eine automatisiert klingende Computerstimme darauf hinwies, dass sich auf dem Gelände Bomben befänden. "Zum Glück sind zu dem Zeitpunkt Kräfte der Bereitschaftspolizei im Dienstbereich gewesen und so konnten in kürzester Zeit zwölf Einsatzfahrzeuge am Klinikum sein", sagt Harald Kratzel, der Leiter der Polizeiinspektion (PI) Dorfen. Schon nach kurzer Zeit sei aber vor Ort erkennbar gewesen, dass wohl keine echte Gefahr von der Drohung ausgeht. "Aber die Einsatzkräfte waren dann schon eingetroffen und man hat das Gelände absuchen lassen. Dann hatte man die 200-prozentige Gewissheit", sagt Kratzel.

Bei der Drohung handelte es sich offenkundig um einen "schlechten Telefonscherz", wie die Polizei schreibt. Leider werden solche automatisierten Anrufe im Internet angeboten, sagt der PI-Leiter. Das Anbieten sei zwar nicht strafbar, aber deren Benutzung. Für die Patienten des Isar-Amper-Klinikums habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden.

Die PI Dorfen hat nun mit der Staatsanwaltschaft Kontakt aufgenommen und wird nun die weiteren Ermittlungsmaßnahmen einleiten, um den Täter zu ermitteln und um gegen ihn dann wegen eines Vergehens gemäß Paragraf 126 des Strafgesetzbuches "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten" Anzeige zu erstatten. Dies kann mit eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe enden. Dazu reicht auch, wer "wider besseres Wissen vortäuscht", dass eine rechtswidrige Tat, wie eine Bombenexplosion, bevorsteht.

© SZ vom 14.01.2021 / wil
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