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Erding:Arbeitsmarkt aus dem Tritt

In einigen Bereichen wird aber dringend Personal gesucht

"Wegen der Corona-Krise erleben wir aktuell eine Situation, die uns alle vor große Herausforderungen stellt - und die auch Folgen für den Arbeitsmarkt hat", sagt Nikolaus Windisch, Chef der Agentur für Arbeit Freising, zu der auch der Landkreis Erding gehört. Bis zum 12. März, dem statistischen Zähltag für den Monat März, hatte sich der Arbeitsmarkt dank der einsetzenden Frühjahrsbelebung positiv entwickelt und sich die Arbeitslosigkeit von Februar auf März um 201 auf 1583 Personen verringert, wie die Agentur mitteilt. Mit dem Coronavirus kam dann der Arbeitsmarkt aus dem Tritt.

Wie es weiter geht, darüber will Agenturchef Windisch keine konkreten Aussagen machen. "Die seitdem sehr dynamische Entwicklung lässt eine genauere Prognose auf die Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und Beschäftigung frühestens ab dem nächsten Monat zu. Zur Einschätzung der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt kommt erschwerend die Unsicherheit hinzu, wie lange die Corona-Krise anhält und wie schnell die Betriebe anschließend wieder in ihr normales Geschäft einsteigen können."

Personalbedarf gibt es in der gegenwärtigen Situation dennoch: in der Gesundheitsbranche, in der gesamten Kette der Lebensmittelversorgung und im Onlinehandel. In der Region werden aktuell Arbeitskräfte für den Einzelhandel inklusive Lieferdienste, für den Lager- und Logistikbereich sowie Saisonkräfte für die Landwirtschaft nachgefragt.

© SZ vom 01.04.2020 / wil

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