In Alexander Beil stellt die AfD zum ersten Mal einen Kandidaten für das Amt des Erdinger Oberbürgermeisters. Im Stadtrat hat die Partei drei Sitze. Beil ist 39 Jahre alt, Angestellter, verheiratet und Vater eines Kindes. Öffentlich ist er bislang nicht in Erscheinung getreten. Er sei politisch „im Hintergrund tätig“ gewesen, schreibt er. Jetzt sei die Zeit gekommen, um politisch aktiv zu werden.
Die Begeisterung für die Politik sei in ihm schon früh geweckt worden, erklärt Beil, weil sein Großvater Josef Beil jahrelang für die CSU im Stadtrat Erding aktiv war. „Das Miteinander ist in den letzten Jahren verloren gegangen, das muss sich wieder ändern“, schreibt Beil weiter. Auf seiner Facebookseite teilt er allerdings ein paar bundespolitische Beiträge, die wenig versöhnlich klingen. Ein Beitrag zum Beispiel wettert gegen das Scheitern des AfD-Antrags für ein „Antifa-Verbot“ und macht namentlich die CDU dafür verantwortlich.
Für Erding nennt Beil mehrere Projekte, die er voranbringen will: Hochwasserschutz, Nordumfahrung oder mehr Wohnraum ohne Versiegelung von neuen Flächen. Des Weiteren strebe die AfD für Erding „mehr Bepflanzung von Bäumen in der Stadt“ an. Sowie einen neu angelegten zweiten Stadtpark.

