Es ist ein Ritual für viele Erdinger und Erdingerinnen: Sie gehen an den Samstagen vor Weihnachten in die Stadt, kaufen ein – und lassen sich einen Teller Erbseneintopf schmecken. Unter dem Motto „Aktion Erbse“ wird auch heuer wieder an vier Samstagen, 22. und 29. November sowie 6. und 13. Dezember, jeweils von 10 bis etwa 14 Uhr die Suppe am Grünen Markt für einen guten Zweck ausgeschenkt.
Die „Aktion Erbse“ wurde vor 46 Jahren von der Bundeswehr am Fliegerhorst Erding ins Leben gerufen. Die Idee, Glühwein und Erbseneintopf für einen wohltätigen Zweck zu verkaufen, erwies sich als Erfolgsrezept. Die erste „Erbse“ erbrachte 1979 die Summe von 4500 Mark ein. Das Geld ging an die „Werkstätte für Behinderte”.
Nachdem die Bundeswehr fast vollständig vom Fliegerhorst abgezogen worden war, übernahm 2018 das Rote Kreuz die „Erbse“. Der Eintopf wird in der traditionellen Rezeptur serviert, so das BRK. Wer es lieber pflanzlich mag, kann seit zwei Jahren auch eine vegane Kartoffelsuppe nehmen. Die Preise bleiben im Vergleich zum Vorjahr unverändert: Ein Teller Suppe oder Eintopf mit Brot kostet 4,50 Euro.
Neben der Suppe hat das BRK Glühwein, Kinderpunsch, Kaltgetränke, Kaffee und Kuchen im Angebot sowie die Tombola der Gemeinschaft Wohlfahrts- und Sozialarbeit. Zusätzlich werden am ersten und zweiten Wochenende Adventsgestecke und weihnachtliche Türkränze verkauft.
Die „Aktion Erbse“ wird von Ehrenamtlichen aller BRK-Gemeinschaften im Kreisverband getragen, wie die Pressestelle mitteilt, der gesamte Erlös komme der Rotkreuzarbeit im Landkreis zugute. Beim Kreisverband geht man nach eigener Aussage davon aus, dass das Rote Kreuz auch nach der kürzlich angekündigten Rückkehr der Bundeswehr an den Fliegerhorst weiter die „Aktion Erbse“ organisieren wird.

