ErdingDie vermeintliche Erfolgsgeschichte der "Airfolgsregion" ist wohl zu Ende. Der Lenkungsausschuss der Arbeitsgemeinschaft hat sich bei seiner Sitzung am Freitag dafür ausgesprochen, die Regionalmarketing-Arbeitsgemeinschaft zum 30. September aufzulösen. Unter dem nach eigener Einschätzung "griffigen" Namen "Airfolgsregion" kooperierten die Landkreise und die beiden Städte Erding und Freising sowie die Flughafen München Gesellschaft (FMG) seit mehr als sechs Jahren, um ein gemeinsames Regionalmarketing zu betreiben. Ziel und Aufgabe der "Airfolgsregion" war es, das direkte Umland des Münchner Flughafen als in jeder Hinsicht attraktive Gegend zu bewerben. Das geschah vor allem bei Messen, im Internet und mit Broschüren. Das jüngste Werk war eine Radwanderkarte. Dem Aufsichtsgremium der "Airfolgsregion" gehören die Landräte Martin Bayerstorfer (CSU) und Michael Schwaiger (Freie Wähler), der Oberbürgermeister der Stadt Freising, Dieter Thalhammer (SPD), Erdings Bürgermeister Max Gotz (CSU) und der Umlandbeauftragte der FMG, Rudolf Strehle, an. Stefanie Hofgärtner, die Leiterin der Geschäftsstelle, die erst im Februar in neue Büroräume in Erding umgezogen war, gab in einer Pressemitteilung als ausschlaggebenden Grund für die Auflösung Zweifel des Kommunalen Prüfungsverbandes "an der Rechtmäßigkeit des Konstrukts" als Arbeitsgemeinschaft an. Bayerstorfer, der aktuell den Vorsitz bei der "Airfolgsregion" führt, wies darauf hin, dass die Auflösung der Arbeitsgemeinschaft nichts mit dem bisher Erreichten zu tun habe: "Alle Beteiligten haben hervorragende Arbeit geleistet und wichtige Impulse für die Vermarktung der Region gesetzt." Deshalb strebe man an, die Zusammenarbeit in einer "rechtlich nicht zu beanstandenden Form" weiterzuführen. Was allerdings unter einem gewichtigen Vorbehalt stehe: Sofern die Stadträte und Kreisräte in Erding und Freising sowie die FMG überhaupt eine Fortsetzung des gemeinsamen Regionalmarketings wünschten. Die neben Bayerstorfer "übrigen vier" Mitglieder des Lenkungsausschusses, heißt es in der Pressemitteilung, wollten "nicht verhehlen, (. . .) dass der jetzige Auflösungsbeschluss auch unter dem Eindruck des eindeutigen Austrittswillens der beiden noch zur Wahl stehenden OB-Kandidaten in Freising entstand". Schon im vergangenen Jahr hatte der Hauptausschuss des Freisinger Stadtrats den Ausstieg aus der "Airfolgsregion" beschlossen. Das Plenum des Freisinger Stadtrats hob diesen Beschluss später mit knapper Mehrheit wieder auf. Helga Stieglmeier, Erdinger Grünen-Vorsitzende und Aufgemuckt-Sprecherin, sagte, es "wäre begrüßenswert, wenn sich die Airfolgsregion jetzt tatsächlich schon erledigt hat". Gegen Regionalmarketing an sich sei überhaupt nichts einzuwenden. Doch eine Kooperation mit der FMG "lehnen wir eindeutig ab, weil wir davon überzeugt sind, dass das unserer Position im Widerstand gegen die dritte Startbahn schadet".
ErdingAirfolgsregion am Ende
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Der Lenkungsausschluss beschließt die Auflösung des Regionalmarketing-Verbundes - auch weil die Freisinger OB-Kandidaten nicht mehr mitmachen wollen