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Erding:10 000 Unterschriften

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Mehrere Erdinger Asylhelfer waren zur Sitzung des Petitionsausschuss gekommen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

(Foto: Erika Liebl/oh)

Petition "Arbeit für Asylsuchende" wird im Landtag behandelt

Vor wenigen Tagen ist die von gut 10 000 Menschen unterstützte Petition "Arbeit und Ausbildung für Asylsuchende" im Bayerischen Landtags behandelt worden. Die Petition war im Landkreis Erding auf den Weg gebracht worden, "der in den vergangenen zwei Jahren besonders betroffen war vom Entzug oder der Verweigerung der Arbeits- und Ausbildungserlaubnis für vermutlich Hunderte von Asylbewerbern", wie die ehrenamtliche Asylberaterin Maria Brand schreibt. Von Erding aus fand die Petition den Weg durch ganz Bayern. "In Vereinen, auf Versammlungen, bei Dorffesten und auch auf der Straße wurden dabei die Bürger informiert über eine Situation, die sich für alle als schädlich darstellte: Asylsuchende, Betriebe und Handwerk, Sozialkassen und auch Asylhelfer, die teilweise ihr Ehrenamt aufgaben aufgrund der Perspektivlosigkeit ihres Engagements", schreibt Brand weiter.

Als die Petition nun im Landtag behandelt wurde, hatte sich die Genehmigungspraxis der Ausländerbehörden aufgrund neuer Vorgaben und Vollzugshinweisen schon deutlich verbessert. Neben Ehrenamtlichen aus anderen Landkreisen nahm auch eine Gruppe von Erdinger Asylhelfern an der Ausschusssitzung teil, "um das große Interesse an einer Änderung der bisherigen Situation zu demonstrieren". Den Helfern sei es nun wichtig, die Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber zu informieren und sie zu ermuntern, die neuen rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen.

© SZ vom 10.02.2020 / sz
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