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Erdgas:Lange Leitung

Eine riesige Schneise zieht sich auf Höhe Aufkirchen durchs Gelände rechts und links der Fahrbahn. Hier wird die sogenannte Erdgas-Loopleitung Forchheim-Finsing verlegt, die Ende des Jahres in Betrieb gehen soll.

(Foto: Renate Schmidt)

Arbeiten für Pipeline Forchheim-Finsing laufen auf Hochtouren

Wer im Moment von Erding nach Aufkirchen fährt, dem fällt am Ortseingang sofort die riesige Schneise ins Auge, die sich rechts und links der Fahrbahn durch die Landschaft zieht. Dort wird die sogenannte Erdgas-Loopleitung Forchheim-Finsing verlegt. "Derzeit laufen alle Gewerke des Rohr- und Tiefbaus auf Hochtouren", erklärt ein Sprecher des Netzbetreibers, der Open Grid Europe (OGE) GmbH mit Sitz in Essen. Bedingt durch die günstige Witterung der letzten Wochen verlaufe der Baufortschritt gut. Der Oberboden ist auf einer Gesamtstrecke von 43 Kilometern abgetragen worden, die Leitungsrohre werden auf einer Länge von insgesamt knapp 20 Kilometern "zu einzelnen Rohrsträngen verschweißt", ist weiter zu erfahren. Die Baumaßnahmen liegen laut Open Grid im Zeitplan. Die Pipeline soll Ende des Jahres in Betrieb gehen.

Die künftige Gashochdruckleitung führt auf insgesamt 77 Kilometern von Forchheim im Landkreis Eichstätt zu einer neuen Mess- und Regelanlage in Finsing. Ein Teil der Trasse verläuft im Landkreis Erding durch die Flure von Oberding, Eitting, Neuching, Finsing und Moosinning. Auf Finsinger Gemeindegrund wird zusätzlich von Bayernets die Gaspipeline Monaco von Burghausen aus verlegt. Die Monaco-Leitung verläuft durch neun weitere Landkreisgemeinden.

Die Loopleitung Forchheim-Finsing soll die Leistungsfähigkeit des gesamten Systems in Nord-Süd-Richtung erhöhen. Dadurch wird laut Open Grid die Anbindung neuer Erdgasspeicher und Gaskraftwerke gewährleistet und der Bedarf der Netzbetreiber sichergestellt.

Begeistert waren die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden nicht über die Baumaßnahme. Oberding mit seiner Ortschaft Aufkirchen befürchtete, dass bei den Bauarbeiten wieder einmal die ausführenden Firmen beschädigte Wege nicht ordentlich oder sehr spät instand setzen würden. Die Gemeinderäte hatten deswegen beschlossen, eine Kaution in Höhe von 50 000 Euro für Straßenbauarbeiten zu verlangen, die erstmals beim Bau der Loopleitung von Open Grid fällig wurden.

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