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Eittingerin ist SZ-Talentiade-Preisträgerin:International erfolgreich

Die 15-jährige Amelie Zachenhuber aus Reisen erkämpft sich bei der Europäischen Jugendolympiade zwei Medaillen und schwärmt von der Atmosphäre. Kurz darauf steht die Schwimmerin auch in Berlin auf dem Siegertreppchen

Zwei Medaillen hat Schwimmerin Amelie Zachenhuber vor kurzem bei der Europäischen Jugendolympiade in Baku, Aserbaidschan, geholt. Nach dem internationalen Wettkampf ging es gleich weiter nach Berlin zu den Deutschen Meisterschaften und auch dort hat die 15-Jährige aus Reisen als eine der jüngsten Teilnehmerinnen den Sprung aufs Siegertreppchen geschafft. Dieser Wettbewerb werde ihr besonders in Erinnerung bleiben, sagt sie, auch deshalb, weil sie zum ersten Mal bei einem Wettkampf live im Fernsehen zu sehen war.

DJM 2019

Amelie Zachenhuber ging bei der Europäischen Jugendolympiade in Baku fürs deutsche Nationalteam an den Start. Abgesehen von einem Podiumsplatz mit der Staffel erreichte die 15-Jährige aus Reisen mit Bronze auch eine Einzelmedaille auf der Strecke 100 Meter Schmetterling. Ein Traum ging für die Schülerin in Erfüllung.

(Foto: Privat)

Sogar ihren Namen habe der TV-Moderator erwähnt, "das war cool", sagt die 15-jährige Schülerin und diesjährige SZ-Talentiade-Preisträgerin. Amelie Zachenhuber hat beim TSV Erding begonnen und geht nun seit ein paar Jahren für den SC Prinz Eugen München an den Start. Ihr Trainer Elvir Mangafic lobt vor allem ihre Vielseitigkeit. Zu Recht: Beim European Youth Olympic Festival in Baku ging Amelie Zachenhuber für das deutsche Nationalteam für insgesamt sieben Strecken an den Start. Ein straffes Programm. Gleich am zweiten Wettkampftag gewann sie mit der 4x100 Meter Freistil-Mixed Staffel die Bronzemedaille. Und dann erkämpfte sie sich gegen die internationale Konkurrenz bei 100 Meter Schmetterling ihre Einzelmedaille in Bronze. "Bei der Siegerehrung hab ich gegrinst wie ein Honigkuchenpferd, ich konnte gar nicht mehr aufhören, so hab ich mich gefreut", erzählt die 15-Jährige. Die Konkurrenz sei sehr stark gewesen, die Russinnen hätten "alles niedergeschwommen". Bei einigen Teilnehmerinnen habe sie sich "schon gefragt, ob da alles mit rechten Dingen zugeht". Aber das kann ihr die Freude über ihre Medaillen bei ihrer ersten internationalen Großveranstaltung nicht nehmen. "Ich kann gar nicht beschreiben, wie toll es in Baku war", sagt Amelie Zachenhuber: Der Einzug mit Fahnen, das Stadion, das Sportlerdorf - wie es sich für eine Olympiade gehört. "Und wir vom Schwimmteam sind richtig zusammengewachsen, wie eine Familie", schwärmt sie. "Ich werde diese Woche nie vergessen."

Gleich am zweiten Wettkampftag gewann Amelie Zachenhuber (rechts) mit der 4x100 Meter Freistil-Mixed-Staffel die Bronzemedaille.

(Foto: Privat)

Bereits zwei Tage nach dem Finale in Baku ging es für die Schwimmerin zu den Offenen Deutschen Meisterschaften nach Berlin. Diesmal war die Schülerin für sechs Strecken gemeldet. "Mit meinen 15 Jahren war ich eine der Jüngsten am Start", sagt die Sportlerin. Gegen zum Teil doppelt so alte Konkurrenz setzte sie sich im 50 Meter Schmetterling durch und erreichte Platz Drei. "Bronzemedaille für Amelie Zachenhuber - die erst 15-jährige talentierte Schwimmerin aus München", so hieß es dann in der ARD-Live-Berichterstattung. "Das war schon toll, meinen Namen im Fernsehen zu hören." Im nächsten Jahr hofft sie auf eine Goldmedaille.

Das neue Schuljahr bringt einen Einschnitt. Amelie Zachenhuber geht auf ein Sportinternat nach Nürnberg. "Ein Abenteuer, ich hoffe ein schönes." Jetzt sind erst mal Sommerferien, eine Woche bleibt sie in Reisen, dann geht es für zwei Wochen mit der Familien nach Kärnten. Ihr Tagesprogramm: Einfach mal nichts tun, lesen und ein bisschen schwimmen.

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