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Ehrung für Ehrenamtliche:Herausragende Verdienste

Vorne von links: Alfred Schober, Babette Illner, Amalie Rust, Horst Belling, Wilhelm Ertl und Hubert Kemper

(Foto: Renate Schmidt)

Sechs Bürger erhalten das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten

Es gibt viel ausgezeichnetes Ehrenamt im Landkreis. Dennoch kommt es nur alle paar Jahre vor, dass der Landrat die Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für im Ehrenamt tätige Männer und Frauen verleiht. Am Donnerstag übergab sie Martin Bayerstorfer (CSU) an sechs Männer und Frauen, die sich im Ehrenamt verdient gemacht haben. Die Feier fand im Kleinen Saal des Landratsamtes statt, um ausreichend Platz auch für Angehörige und die Bürgermeister der Herkunftsgemeinden zu haben.

Horst Belling zählte zu den sechs Geehrten. Der ehemalige Erdinger Amtsgerichtsdirektor war 30 Jahre lang Vorsitzender des Kulturvereins Landkreis Erding und Organisator der Erdinger Kulturnächte. Zur "Premiummarke" des Kulturvereins wurde die "Bairische Weihnacht", die alljährlich in der Stadthalle ausverkauft war. Belling bekleidete zudem 20 Jahre das Amt des Justiziars beim Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes und war auch zehn Jahre im Erdinger Hospizverein aktiv.

Zwei der Geehrten kamen aus Taufkirchen, eine davon ist Babette Illner. Sie gehört seit 1988 dem Heimat- und Verschönerungsverein Taufkirchen an und gründete 1990 mit 38 Mitgliedern die Abteilung Gartenbau, deren Vorsitz sie von 1990 bis 2008 bekleidete. Seit der Gründung der Kinder- und Jugendabteilung 2006 hat sich Illner immer liebevoll um die Kinder und Jugendlichen im Heimat- und Verschönerungsverein gekümmert. Sie organisiert unter anderem das Ferienprogramm und Wanderungen zum allseits beliebten Zwergerlwald.

Der zweite Taufkirchener, der ausgezeichnet wurde, ist Hubert Kemper. Auch er ist seit 1988 aktives Mitglied des Heimat- und Verschönerungsvereins Taufkirchen. 1988 übernahm er die Pressearbeit des Vereins und kümmerte sich seither um Veröffentlichungen, macht Fotos bei den Aktivitäten des Vereins und hält Diavorträge. Zu den jeweiligen Jubiläen des Vereins verfasste Kemper die Festschriften und schrieb auch die Chronik des Vereins. Hubert Kemper war auch maßgeblich an der Herausgabe des Schlossbuchs beteiligt, als einer von drei Autoren. Auch die jährlichen Vereinsausflüge sowie Führungen in Kirchen und Schlössern organisiert Hubert Kemper.

Geehrt wurde auch Amalie Rust. Sie ist seit 23 Jahren Mitglied des Gartenbauvereins St. Wolfgang. Dort übt sie seit 1998 das Amt als Jugendleiterin aus. Die Kinder- und Jugendgruppe beim Gartenbauverein wuchs durch sie auf mehr als 130 Mitglieder an. Viele Gartenbauvereine des Landkreises Erding oder auch der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege holten sich im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit mehrfach Ratschläge bei ihr. Zum 1. Januar 2018 gab Amalie Rust ihre Aufgabe als Jugendleiterin an jüngere Mitglieder des Gartenbauvereins ab, sie nimmt aber weiterhin ihre Aufgaben im Vorstand wahr.

Alfred Schober wurde für seine engagierte Tätigkeit im Blauen Kreuz geehrt. Bereits 1987 hat Schober in München-Bogenhausen eine Selbsthilfegruppe für Suchtkranke gegründet und diese bis 2001 ehrenamtlich geleitet. Im Jahr 1992 hat Schober eine weitere Selbsthilfegruppe in Taufkirchen/Vils gegründet, die er bis 1994 geleitet hat. In Erding hat Schober 2004 eine dritte Selbsthilfegruppe gegründet, mit der er bis heute Kontakt hält.

Wilhelm Ertl ist seit mehr als 70 Jahren aktives Mitglied beim Trachtenverein D'Autaler in Hohenlinden und war mehr als 40 Jahre Vorplattler bei den Autalern. Viele hundert Jugendliche haben bei Ertl das Schuhplattln und Tanzen erlernt. Er machte dabei keinen Unterschied, ob jemand im Trachtenverein ist oder sich einfach so für die bayerische Kultur und Tänze interessierte. Ertl ist die wichtigste Stütze der Hohenlindener Trachtler und nimmt eine tragende Rolle bei allen Aktivitäten ein. In der Trachtler-Szene ist er als Trachten-Opa bekannt.Thomas Daller