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Ehrenamtlicher Einsatz:"Respekt vor eurer Leistung"

OB Max Gotz (vorne links) im Kreise der verabschiedeten Stadträte und -rätinnen, denen er die "gute und solidarische" Zusammenarbeit dankte. So harmonisch ging es im neubesetzten Gremium dagegen nicht zu. Da rumpelte es bereits gewaltig.

(Foto: Renate Schmidt)

OB Max Gotz dankt in einer Feierstunde den ausgeschiedenen Stadträten für die gute Zusammenarbeit und viele einstimmige Beschlüsse. Zugleich wendet er sich gegen "plumpe" Kritik an Rathaus-Projekt

Von Philipp Schmitt, Erding

Für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Erdinger Stadtrat sind vor kurzem in der Stadthalle frühere Stadtratsmitglieder von Oberbürgermeister Max Gotz gewürdigt und verabschiedet worden: "Ich möchte meine große Wertschätzung für ihre ehrenamtliche Arbeit ausdrücken und mich dafür auch im Namen der Stadtverwaltung herzlich bedanken", sagte der OB.

Der OB habe "großen Respekt" vor den 2020 ausgeschiedenen früheren Stadtratsmitgliedern, die viel Freizeit für die Tätigkeit im Stadtrat geopfert hätten, um die Weichen für eine weiterhin positive Entwicklung Erdings zu stellen: "Ein solches Engagement ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich und muss heraus gehoben werden", sagte Gotz. Die Erfolge der gemeinsamen Arbeit im Stadtrat in den vergangenen Jahren könnten sich aber sehen lassen, Erding habe sich gut entwickelt, die Finanzlage sei trotz vieler Herausforderungen und trotz der überraschenden Corona-Pandemie geordnet.

Es seien im Stadtrat in den vergangenen Jahren viele einstimmige Beschlüsse gefasst und gut und solidarisch zum Wohle der Stadt im Gremium zusammen gearbeitet worden. Herausforderungen vom S-Bahnringschluss, Hochwasserschutz bis zur Konversion des Fliegerhorstes gebe es viele. Dabei sei im Gremium meist solide Sachpolitik gemacht worden: "Der Erfolg der Stadt hat uns zusammen geschweißt und ist ein Fingerzeig für die neue Amtszeit." Auch wenn es in diesen Tagen "plumpe" Kritik an den Baumaßnahmen rund um das Rathaus in der Innenstadt gebe und sich "Menschen aus dieser Stadt darüber lächerlich machen", verteidigte Gotz das Projekt, das einen umstrittenen Tunnel zwischen den beiden Rathäusern beinhaltet. Eine mit vielen Herausforderungen konfrontierte "moderne leistungsfähige Verwaltung" in einer wachsenden Stadt brauche richtige Rahmenbedingungen.

Besonderen Dank zollte Gotz unter Applaus der Besucher seinem früheren Stellvertretern Ludwig Kirmair (CSU, gehört dem Stadtrat weiter an, war zweiter Bürgermeister) und Hans Schmidmayer (SPD). Er hoffe, dass er auch im neuen Stadtrat die Handglocke, die ihm am 28. April das CSU-Urgestein Jakob Mittermeier in seiner letzten Sitzung als Stadtratsmitglied überreichte und die seitdem im Rathaus im Zimmer des Bürgermeisters aufbewahrt wird, nie brauchen werde, um Mitglieder zur Ordnung zu rufen.

Geehrt wurden von OB Max Gotz die 2020 ausgeschiedenen früheren Stadtratsmitglieder Josef Biller (CSU), Hugo Gruber (Erding Jetzt), Tülin Güvenc-Mecilioglu (SPD), Jutta Harrer (SPD), Johanna Heindl (FWE), Günther Kuhn (Grüne), die frühere Kreisbäuerin Elisabeth Mayr (CSU), Jakob Mittermeier (FDP), Jakob Mittermeier (CSU), Christian Numberger (CSU), Wilhelm Scheib (SPD), Hermann Schießl (CSU), Hans Schmidmayer (SPD) und Horst Schmidt (SPD). Der frühere CSU-Fraktionsvorsitzende Mittermeier war fast ein halbes Jahrhundert politisch aktiv. Von 1972 bis 1978 war der pensionierte Realschulrektor Gemeinderatsmitglied in Altenerding. Nach der Fusion von Altenerding mit Erding und Langengeisling war der 81-jährige Träger der goldenen Stadtmedaille von 1978 bis 2020 Stadtrat und von 1987 bis 1996 zweiter Bürgermeister der Stadt Erding und zudem mehr als zwölf Jahre Landtagsabgeordneter: "Das wird so schnell keiner mehr erreichen", sagte Gotz. .

30 Jahre war der frühere Berufsschulrektor Josef Biller im Stadtrat aktiv. Je 24 Jahre waren Johanna Heindl und Hermann Schießl von 1996 bis 2020 als Stadträte tätig. Der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende, frühere Landratskandidat und frühere SPD-Kreisvorsitzende Horst Schmidt war 18 Jahre (2002 bis 2020) und Willi Scheib 14 Jahre (2004 bis 2014, 2016 bis 2020) Mitglied im 40-köpfigen Stadtrat. Je zwölf Jahre waren Hugo Gruber (2008 bis 2020), die frühere Seniorenreferentin Jutta Harrer (2002 bis 2006, 2014 bis 2020), der frühere Grünen-Bürgermeisterkandidat Günther Kuhn (2008 bis 2020), die frühere Kreisbäuerin Elisabeth Mayr (2008 bis 2020), Christian Numberger (2008 bis 2020), der frühere SPD-Bürgermeisterkandidat Hans Schmidmayer (2008 bis 2020) als Stadträte aktiv. Jakob Mittermeier (FDP) gehörte von 2012 bis 2020 und Tülin Güvenc-Mecilioglu 2019 bis 2020 dem Stadtrat an: "Herzlichen Dank, Wertschätzung und Respekt vor eurer Leistung", sagte Max Gotz.

© SZ vom 15.09.2020

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