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Ebersberg:Fördergeld für Wasserstoff

Der Landkreis Ebersberg will Wasserstoffregion werden, ein entsprechendes Pilotprojekt zusammen mit den Kreisen München und Landshut ist in Vorbereitung. Im Dezember gab es den Zuschlag für Fördermittel aus dem Programm "HyLand - Wasserstoffregionen in Deutschland". Wie der Landtagsabgeordnete für den Stimmkreis Ebersberg, Thomas Huber (CSU), nun mitteilt, könnte der Landkreis auch auf weitere Fördermittel für die Nutzung von Wasserstoff zugreifen.

Derzeit ist geplant, Strom aus erneuerbaren Quellen für die Hydrolyse, also die Gewinnung von Wasserstoff, zu nutzen. Diese soll im Kraftwerk Uppenborn I an der Isar im Landkreis Landshut stattfinden, der Wasserstoff selbst soll vor allem für den Betrieb von Bussen und Lastwagen genutzt werden. Dazu ist bereits eine entsprechende Tankstelle in Schlacht bei Glonn geplant, auf dem Gelände des Busunternehmens Ettenhuber, das in entsprechende Fahrzeuge investieren will. An diesem Dienstag steht das Thema auf der Tagesordnung des Glonner Gemeinderates, kommende Woche beschäftigt sich der Umweltausschuss des Kreistages damit.

"Wasserstoff ist ein Energieträger der Zukunft und wird künftig eine tragende Rolle für die Umsetzung der Energie- und Mobilitätswende spielen. Nachdem im Zuge des Zuschlags für die Wasserstoff-Modellregion zusammen mit den Landkreisen München und Landshut ohnehin bereits 20 Millionen Fördergelder in die Region fließen, lohnt es sich hier besonders, weitere Wasserstofftankstellen zu errichten", so der Abgeordnete Thomas Huber.

Ziel des Förderprogramms ist der Aufbau einer Basis-Wasserstoffinfrastruktur an öffentlichen wie nichtöffentlichen Wasserstofftankstellen für Nutzfahrzeuge, Busse wie Logistikfahrzeuge. Geplant ist, dass bis zum Jahr 2023 insgesamt etwa 100 Wasserstofftankstellen im Freistaat zur Verfügung stehen. Ebenfalls gefördert werden sollen Elektrolyse-Anlagen zur lokalen Erzeugung von Wasserstoff sowie die Anschaffung oder Umrüstung von wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen, Bussen und Logistikfahrzeugen. Anträge können von öffentlicher Seite und von Firmen gestellt werden, soweit sie in Bayern ihren Sitz oder eine Niederlassung haben.

© SZ vom 29.09.2020 / wkb

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