Dorffest in St. Wolfgang Passt!

Die Dackel rennen in St. Wolfgang.

(Foto: Dpa/Carsten Rehder)

In einem hundert Meter langen Zelt verschwindet alles Trennende. D`Woifganger haben ein tolles Programm zusammengestellt.

Von Antonia Steiger, St. Wolfgang

Jung und alt, laut und leise, Blasmusik und Rock: In St. Wolfgang sind das seit dem vergangenen Jahr keine Gegensätze mehr, dort gehört alles zusammen. Statt der früheren Anordnung mit den legendären fünf Zelten auf engem Raum stand 2018 beim Dorffest ein einziges 100 Meter langes Zelt. Am einen Ende gibt es bis 22 Uhr leisere Musik, am anderen wird es nach 22 Uhr richtig laut, dazwischen eine attraktive Bar-Area. Weil sich die Leute nicht mehr auf die Zelte verteilen, sei das Publikum jetzt viel besser gemischt, sagt Anton Schwimmer. Es läuft ruhiger ab. Und dafür haben die Organisatoren von allen Seiten Lob kassiert. Deswegen läuft das diesjährige Dorffest vom 19. bis 24. Juni nach dem gleichen Konzept. Mit einigen besonderen Highlights.

"Sommerfest trifft Festival": So lautet das Motto des Dorffestes. "Bier und Hendl" stehen für das Traditionelle, sagt Schwimmer. Bei der Musik verlassen die Veranstalter jedoch die ausgetretenen Pfade. Nicht nur nach 22 Uhr, wenn The Rock Covers, Mad March aus Isen oder Dermitaziach auf der steirischen Harmonika Partyhits aus den 90er-Jahren zum Besten geben, sondern auch auf der kleinen Bühne, wo an Fronleichnam das Swing Orchestra aus Taufkirchen aufspielt, am Freitag die Stoabuckl Musi aus Baumhau und am Sonntag die Dorfener Tanzband Limited Edition - mit extra Tanzfläche. Jede Band spielt nur zwei bis drei Stunden, sagt Schwimmer, das mache es für das Publikum interessant. Willkommen seien alle, "die mal über den Tellerrand schauen wollen". Am meisten freue er sich darauf, wenn im Laufe des späteren Abends immer mehr neugierige ältere Besucher aus dem ruhigen Zelttrakt in den lauteren rüberwandern, wo sich schon von 22 Uhr an die jungen Besucher vor der Bühne versammeln. "Und am Ende verlassen alle zusammen um 3 Uhr das Zelt."

Essen, trinken, Musik und tanzen: Das ist beileibe nicht alles. Die Verein D'Woifganger, der das Dorffest ausrichtet, hat sich weitere interessante Events ausgedacht, zum Beispiel den ersten Goldachtaler Berglauf über acht Kilometer an Fronleichnam um 17 Uhr. Es sind zwar nur 100 Höhenmeter zu überwinden, doch die drängen sich auf 800 Meter. Eine Herausforderung für jeden Läufer, sagt Schwimmer, der sich als Streckenleiter des München-Marathons mit Laufen auskennt - "organisatorisch", wie er betont. Noch hielten sich die Läufer mit ihren Anmeldungen jedoch zurück. Neu im Programm ist ebenfalls ein Dackelrennen: Am Sonntag, 23. Juni, dem Tag der Gemeinde, wird beim Rennen auf dem alten Sportplatz der schnellste Dackel Bayerns gesucht. Organisator ist der Dackelclub Sektion Altötting-Mühldorf im BDK, die Startgebühr beträgt fünf Euro. Anmelden kann man sich ab 13 Uhr. Auf Badeentenrennen, Spare-Ribs-Essen, Vergnügungspark, DJ Sugaman, Beachvolleyball-Turnier, Kinderdisco und Feuerwerk freuen sich nicht nur die St. Wolfganger, sondern auch ihr Bürgermeister Ulli Gaigl. Das Konzept des Vorjahres habe sich "großartig bewährt", sagt er in seinem Grußwort. Er freue sich ganz besonders, dass wieder zahlreiche Ortsvereine unter Federführung der D'Woifganger zusammen geholfen haben.