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Dorfen:Zurück zum Ursprung

Der Bildhauer und Maler Michael Kragler stellt in Dorfen aus

Auf einem Bauernhof im kleinen Ort Fanten, der zur Stadt Dorfen gehört, hat der Künstler Michael Kragler schon im Jahr 1985 sein Atelier eingerichtet. Dort, recht abgeschieden vom Trubel der Welt, gestaltet er seine Werke: Der 1944 in München geborene Kragler beschäftigt sich hauptsächlich mit der Bildhauerei, "mein Lieblingsmaterial ist Holz", sagt er - bevorzugt arbeitet er direkt am Stamm. Daneben malt er aber auch, parallel zur Bildhauerei. Seit 30 Jahren gestaltet Kragler großformatige Malereien, "aber der Schwerpunkt meiner Arbeit verschiebt sich ständig." Seit einigen Jahren beschäftige er sich fast täglich mit der Feder- und Pinsel-Tuschezeichnung, die dann mitunter zu Anregungen für Entwürfe zu Bildern werden.

Michael Kragler Die dunkelblauen Felsen

Bedrohlich: "Die dunkelblauen Felsen" heißt das Bild von Michael Kragler.

(Foto: Kragler/oh)

An den kommenden beiden Wochenenden, am 25. und 26. März sowie am 1. und 2. April, präsentiert Michael Kragler seine Bilder, Zeichnungen und Skulpturen bei einer Ausstellung im Sparkassensaal in Dorfen. Inhaltlich geht es wieder um die griechische Mythologie - ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch sein Werk zieht. Mit den von der Mythologie angeregten Werken will der Künstler, so sagt er, aber nicht die Antike rekonstruieren. Er will "den Betrachter vielmehr dazu inspirieren, sich mit den Traditionen und der Vergangenheit auseinanderzusetzen".

Michael Kragler Vergessen

Die Holzskulptur heißt "Vergessen".

(Foto: Kragler/oh)

Er stelle nicht oft aus, so Kragler, aber er finde es spannend, bei Ausstellungen "neue Dialogsituationen" zu schaffen, zu erleben, wie sich "meine Arbeiten durch einen anderen Kontext, in den sie gestellt werden, verändern." Das Zurück zum Ursprünglichen - zur Mythologie - sei Kragler für seine Arbeit "wichtig und notwendig."

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