UmweltausschussDorfen soll fahrradfreundlicher werden

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Der Weg über das Stadtwehr ist ein Nadelöhr für Radfahrer, die dort absteigen müssen. Zur Innenstadt hin mündet er an einer unübersichtlichen Stelle in den Gehweg entlag der Bundesstraße. Diese Gefahrenstelle soll nun entschärft werden.
Der Weg über das Stadtwehr ist ein Nadelöhr für Radfahrer, die dort absteigen müssen. Zur Innenstadt hin mündet er an einer unübersichtlichen Stelle in den Gehweg entlag der Bundesstraße. Diese Gefahrenstelle soll nun entschärft werden. Stephan Goerlich
  • Dorfen plant Ladestationen für E-Bikes an mehreren Standorten in der Stadt.
  • Die Stadt will Lücken im Radwegenetz schließen, insbesondere zwischen Unterseebach und Oberdorfen sowie eine Verbindung nach Erding schaffen.
  • Eine gefährliche Stelle am Dorfener Wehr soll durch einen Sperrbügel oder eine Wegverlegung entschärft werden, da Radfahrer dort auf die B15 stürzen könnten.
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Ladestationen für E-Bikes, Lückenschlüsse im Radwegenetz und die Entschärfung von Gefahrenstellen sind geplant.

Von Thomas Daller, Dorfen

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Zur warmen Jahreszeit fahren oft kleine Gruppen mit ihren E-Bikes durch Dorfen. Dabei handelt es sich um Tourenfahrer, erkennbar an den prall gefüllten Satteltaschen an den Gepäckträgern. „Wir sind eine Tourismusregion“, stellte deshalb der Dorfener Bürgermeister Claudius Siebert (ÜWG) in der vergangenen Sitzung des Umweltausschusses fest. Eine besondere Attraktion sei der „wunderbare Vilstalradweg“.

Dorfen ist seit Januar 2025 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen und sieht darin auch eine Verpflichtung. Bislang gibt es dort noch keine Ladestationen für E-Bikes, doch das soll sich nun ändern. Anita Herbst, Radverkehrsbeauftragte der Stadt, stellte im Ausschuss drei Varianten vor und bat um Vorschläge für mögliche Standorte. Ein Antrag für den Unteren Markt liege bereits vor. Sabine Berger (CSU) sprach sich für die Marktkirche, das Rathaus und Bahnhof aus. Dabei müsse aber sichergestellt werden, dass man dafür nicht „mordsmäßig das Pflaster aufreißen“ müsse.

Seppo Schmid (SPD) und Walter Zwirglmaier (ÜWG) plädierten hingegen dafür, die Ladesäulen in der Nähe von Gastronomiebetrieben aufzustellen. Ladepausen würden häufig mit einer Einkehr verbunden. Zwirglmaier betonte, an diesen Standorten müssten jeweils mehrere Steckdosen zur Verfügung stehen: Die Radler kämen oft in Gruppen, zeitgleich müssten meist mehrere Akkus „nachgetankt“ werden. Nach diesen Vorgaben sollen nun Stadtwerke und Stadtplanerin Martina Schneider eine Standortprüfung vornehmen. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, Fördermittel zu prüfen.

Zudem soll sich die Stadt um den Lückenschluss des Radwegs zwischen Unterseebach und Oberdorfen bemühen. Dort sei die Straße „gefährlich, schmal und viel befahren“, sagte Stadtrat Martin Heilmeier (Liste West). Die Stadt verfüge über Tauschgrundstücke, die sie dort anbieten könnte. Bislang sei es noch zu keiner Einigung mit einem Grundstückseigentümer gekommen, sagte Heilmeier. Er empfahl Siebert, mit dem Eigentümer persönlich zu sprechen. Dies sei erfahrungsgemäß erfolgversprechender, als einen Mitarbeiter der Verwaltung vorzuschicken. Siebert sagte dies zu.

Siebert setzt sich auch für einen Radweg nach Erding ein

Der Bürgermeister setzt sich ferner für einen Radweg von Dorfen nach Erding ein. Er verhandele bereits mit der Bahn über einen Radweg neben den Gleisen beim Ausbau der Bahnlinie, sagte er. Dann hätte man zumindest schon eine Verbindung bis Walpertskirchen.

Entschärft werden soll insbesondere ein Geh- und Radweg über das Dorfener Wehr, der auch ein stark frequentierter Schulweg ist. Zur Innenstadt hin mündet er an einer unübersichtlichen Stelle in den Gehweg entlang der B15. Bei einem Zusammenstoß könnten Beteiligte auf die Bundesstraße stürzen. Siebert schlug vor, einen Sperrbügel zu installieren, um Radfahrer zum Absteigen zu bewegen. Zwirglmaier brachte eine andere Lösung ins Spiel: Das kurze Wegstück sollte ein paar Meter nach Norden verschwenkt werden. Dadurch ergebe sich ein besseres Sichtdreieck auf den Bürgersteig. Dafür müsste allerdings die Litfaßsäule am Wehr entfernt werden. Der Vorschlag soll nun bei einem Ortstermin geprüft und gegebenenfalls umgesetzt werden.

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